c't 7/2019
S. 44
News
USB 4
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Schnittstellenvereinigung

Aus Thunderbolt 3 wird USB 4

Intel übergibt das Thunderbolt-Protokoll an das USB-IF, das auf dessen Basis den kommenden Standard USB 4 spezifiziert.

Aus zwei Schnittstellen wird eine: Intel und das Standardisierungsgremium USB-IF (Universal Serial Bus Implementers Forum) haben bekanntgegeben, dass Intel die Protokollspezifikation von Thunderbolt an das USB-IF übergibt. Wie bei USB können fortan interessierte Hersteller passende Chips herstellen, ohne dass sie dafür Lizenzgebühren zahlen müssten – das war bei Thunderbolt nötig.

Das USB-IF wird das frisch hinzugewonnene Know-how wiederum für die kommende USB-Version 4 nutzen, welche dadurch wie Thunderbolt 3 auf eine Datentransferrate von bis zu 40 GBit/s kommt. Aktuell sind es bei USB 3.1 Gen 2 maximal 10 GBit/s; das kommende USB 3.2 verdoppelt auf 20 GBit/s (siehe dazu auch c’t 4/2019, S.48). Ein erklärtes Ziel ist, dass zwei Geräte über USB-C die jeweils bestmögliche Geschwindigkeit aushandeln, und zwar über alle bisherigen Stufen bis hinab zu USB 2.0. Auch ist eine Rückwärtskompatibilität zu Thunderbolt 3 angestrebt.

Thunderbolt-3-Funktionen und -Bandbreite lösen wiederum für Notebooks und Tablets das Docking-Problem: Bei USB-C-Docking mittels Alt-Modi werden die zwei Datenleitungen fix je einer Aufgabe zugeteilt, was sowohl die DisplayPort- als auch die USB-Fähigkeiten einschränkt. Thunderbolt 3 bringt nicht nur eine höhere Bandbreite, sondern auch deren flexiblere Aufteilung mit sich.

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