c't 8/2019
S. 140
Praxis
OpenWrt kompilieren
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Bild: Thorsten Hübner

Eigenbräu statt Elektroschrott

Mit OpenWrt alten Routern neue Aufgaben geben

Das modulare Router-Betriebssystem OpenWrt kann jeder leicht selbst bedarfsgerecht zusammenstellen – auch ohne Programmierkenntnisse. Wir zeigen am Beispiel des besonders effizienten VPN-Protokolls WireGuard, wie Sie alten Routern neue Aufgaben geben.

Anders als die meisten Hersteller-Firmwares bringt das Router-Betriebssystem OpenWrt eine Softwareverwaltung mit, die tausende Pakete für alle erdenklichen Erweiterungen zur einfachen Installation per Kommandozeile oder Webinterface bereithält. Gerade ältere Router, die sonst auf dem Elektroschrott landen würden, macht man mit OpenWrt fit für neue Aufgaben. Dem Einsatz fertiger Pakete steht oftmals der knappe Flash-Speicher im Weg – viele Modelle haben lediglich 4 MByte. Je nach Größe der Erweiterung schlägt hier schon das Entpacken der Paketdateien fehl, weil der Speicher überfüllt ist.

Selbst zusammengestellte OpenWrt-Versionen können das Problem lösen: Statt die fertigen Abbilder von der OpenWrt-Website zu verwenden, kompiliert man sie nach den eigenen Wünschen und Anforderungen. Die grafische Oberfläche der OpenWrt-Image-Konfiguration macht das besonders einfach. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Kompilierumgebung unter Windows und Linux vorbereiten, nicht benötigte Dinge zu entfernen und ein eigenes Image kompilieren. Ein günstiger Router mit 4 MByte Flash wird so zum Beispiel zum flotten VPN-Gateway für WireGuard.

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