c't 8/2019
S. 46
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Pi

Neuer Pi-Rekord

Google berechnet Pi in der Cloud

Zum diesjährigen Pi-Day am 14. März wartete Google mit einer besonderen Überraschung für die Pi-Freunde auf. Ein neuer Guinness-Weltrekord: Pi auf 31.415.926.535.897 Stellen genau.

Zugegeben, so groß ist die Steigerung des Google-Konzerns gegenüber dem bisherigen Rekord des Schweizer Physikers Peter Trüb nicht, der 2016 immerhin schon 22,4 Billionen Stellen ausgerechnet hatte. Trüb stattete mit Unterstützung seines Arbeitgebers einen Dell-R930-Server (4 × Xeon E7-8890 mit 1,25 TByte Speicher) mit 20 handelsüblichen Seagate-Festplatten à 6 TByte aus und ließ den Aufbau 105 Tage laufen. Schneller war Google jetzt auch nicht, im Gegenteil: Insgesamt 121 Tage dauerte der Lauf in der Google Cloud. Zur Verfügung standen eine Instanz „n1-megamem-96“ auf einem Xeon-Skylake-Rechner mit 96 virtuellen CPUs, 1,4 TByte Hauptspeicher und 30 TByte SSD, sowie ein schnelles Storage Array aus 24 Knoten mit modernen SSDs von insgesamt 240 TByte. Die reine Rechenzeit betrug 111,8 Tage, also 2795 Knotentage. Dazwischen wurden zigmal Snapshots geschossen und live migriert – eben alles, was in Clouds so üblich ist.

Mit der Berechnung war Google zwar schon am 21. Januar fertig, hielt die Veröffentlichung allerdings noch ein wenig bis zum Pi-Day (3/14/2019) zurück. Blöd, wenn dann irgendwer dazwischengekommen wäre, so wie beim Pi-Versuch der c’t damals im Sommer 2010, als wir gemeinerweise noch während des Laufs vom Japaner Shigeru Kondo (mit 5 Billionen Stellen) überholt wurden. Aber immerhin hatten wir 1 Billion Stellen ausgerechnet – Google kam vor zwei Jahren gerade mal auf läppische 750 Milliarden …

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