c't 8/2019
S. 38
News
Apple

Aktualisierte iMacs und iPads

Apple hat Mitte März neue iMacs und iPads vorgestellt. Unter anderem setzt der Hersteller dafür Prozessoren jüngerer Generationen ein.

Apples Tablet-Linie besteht nun aus fünf Modellen. iPad mini und iPad Air sind umfassend aktualisiert.

Äußerlich bleiben die neuen All-in-One-Macs mit 21,5"- und 27"-Display unverändert. Die neuen Modelle sind mit 4K- oder 5K-Bildschirm sowie jüngeren Intel-CPUs mit bis zu 3,7 GHz erhältlich (Turbo-Boost bis zu 4,6 GHz). Dabei bestückt Apple die teureren Modelle erstmals mit Sechskern- statt Vierkern-Prozessoren von Intel. Gegenüber den 2017er-iMacs seien die aktuellen „bis zu 2,4-fach schneller“.

Die Achtkern-CPU „Core i9“, die bisher dem iMac Pro vorbehalten war, kostet je nach Modell ab 600 Euro. Zudem lassen sich die 2019er iMacs mit doppelt so viel Arbeitsspeicher wie die Vorgänger betreiben; der 5K-iMac nimmt bis zu 64 GByte auf. Zur Grundausstattung gehört weiterhin ein Kombi-Speicher aus Festplatte und schnellem Flash (Fusion Drive). Die Bestückung mit einer SSD ist optional.

Der 4K-iMac ist ab knapp 1500 Euro zu haben, die 5K-Version ab 2100 Euro und die Maximalausstattung kostet gut 6100 Euro. Das Einstiegsmodell mit 21,5"-Display (1300 Euro) hat Apple nicht aufgefrischt.

Auch seiner Tablet-Linie spendiert Apple verbesserte Zutaten: Das neue iPad Air bekommt wie das 2017er iPad Pro ein größeres 10,5-Zoll-Display mit 2224 × 1668 Pixeln. Beide, das neue iPad Air und das neue Kompakt-Tablet iPad mini, lassen sich per Apple Pencil der ersten Generation steuern (100 Euro Aufpreis). Die Bildschirme sind laminiert, Panel und Frontscheibe verklebt. Eine Antireflexbeschichtung soll Spiegelungen minimieren. Die Display-Darstellung wird der Farbtemperatur des Umgebungslichtes automatisch angepasst.

Beiden Tablets verschafft ein A12-Bionic-Chip von Apple mehr Leistung gegenüber Vorgängern: Das neue iPad mini soll dreifache Leistung bieten, das iPad Air 2019 „eine 70-prozentige Steigerung und doppelte Grafikperformance“.

Beide Modelle enthalten weiterhin einen Home-Button, Fingerabdruckscanner (Touch ID), 3,5-mm-Kopfhöreranschluss und Lightning-Port. Für das iPad Air ist ein Smart Keyboard erhältlich (180 Euro Aufpreis).

Das neue iPad Air mit 64 GByte Massenspeicher verkauft Apple ab 550 Euro, mit LTE-Modem ab rund 690 Euro. Bei Bestückung mit 256 GByte Massenspeicher sind zusätzlich 170 Euro zu zahlen. Das neue iPad mini kostet ab 450 Euro (64 GByte-Model), die LTE-Version gibt es ab rund 590 Euro. Beide Tablet-Modelle lassen sich wahlweise mit klassischen SIM-Karten oder eSIMs betreiben.

Das 2018 eingeführte iPad 6 mit 9,7"-Display verkauft Apple weiter, aktuell für 350 Euro (32 GByte Speicher). Das 10,5"-iPad Pro hat die Firma aus dem Lieferprogramm gestrichen. (dz@ct.de)

Projekte gegen Fake News

Apple engagiert sich für eine bessere Unterscheidbarkeit echter Nachrichten von Fake News. Dafür unterstützt die Firma drei Zentren, die sich der Verbesserung der Medienkompetenz im Netz verschrieben haben. Gemeint sind „überparteiliche, unabhängige Programme“ des News Literacy Project (NLP), Common Sense (CS) sowie des Osservatorio Permanente Giovani-Editori.

Apple-Chef Tim Cook bezeichnet die Projekte und die allgemeine Medienkompetenz als wichtigen Baustein „für die Aufrechterhaltung einer freien Presse und einer funktionierenden Demokratie“. Laut Angaben des NLP handelt es sich bei Apples Unterstützung „um den höchsten Beitrag einer Firma in unserer Geschichte“. Die Summe sei „signifikant“, zudem werde das Projekt von Apple kontinuierlich unterstützt. (dz@ct.de)

Apple Pay im Krebsgang

Bald für Girocard geeignet? Am Bezahldienst Apple Pay sind nun auch Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken interessiert.

Die Sparkassen und der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) wollen ihren Kunden „möglichst noch 2019“ eine Anbindung an den Bezahldienst Apple Pay bieten. BVR-Präsident Andreas Martin bestätigte Verhandlungen mit Apple.

Dabei dürfte es unter anderem um die Frage der Zahlungsmittel gehen. Bisher sind bei Apple Pay Kreditkarten und Debitcards üblich, doch bei Transaktionen hält das Kreditkarteninstitut die Hand auf. Das wäre bei Girocards, über die in Deutschland der Großteil der Kartenzahlungen läuft, nicht der Fall.

Unterdessen hat der Modeshop Zalando die Zahlung per Apple Pay gestrichen, weil sich „aus technischen Gründen“ nicht alle Optionen umsetzen ließen. Als Beispiele nennt die Firma die Wahl der Versandart oder auch das Einlösen von Gutscheinen. Unklar bleibt, ob das schon bei der Einführung im Dezember 2018 aufgefallen war. (mon@ct.de)

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