c't 9/2019
S. 47
News
Server & Storage

Server mit Intels neuem Xeon-SP

Die acht Xeon-SP im Lenovo ThinkSystem SR950 steuern bis zu 24 TByte DDR4-RAM an. Bild: Lenovo

Sämtliche Server- und Server-Mainboard-Hersteller haben ihre Produkte für Intels neue „Cascade Lake“-Prozessoren vorbereitet (siehe S. 134). Supermicro nennt mehr als 100 kompatible Server(boards), stellt die nötigen BIOS-Updates bereit und hat auch erste DDR4-2933-Speichermodule validiert. Bei Tyan und Gigabyte finden sich ebenfalls schon einige BIOS-Updates.

Von den Server-Riesen Dell EMC, HPE, Cisco, Fujitsu, Inspur und Lenovo haben hingegen noch nicht alle ihre Webseiten aktualisiert, aber viele. Bei HPE finden sich etwa Hinweise zur Lieferzeit für Optane DC Persistent Memory: Es soll erst im zweiten Halbjahr 2019 zu haben sein. Lenovo verspricht beim 4-HE-Einschub ThinkSystem SR950 mit acht Xeon-SP-Prozessoren jetzt bis zu 24 TByte RAM mit neuen 256-GByte-DDR4-DIMMs, die mit 16-GBit-Chips bestückt sind. Bestellen kann man sie aber im Online-System noch nicht. Wirklich neue Xeon-SP-Server bringen nur wenige Hersteller auf den Markt. Ein Beispiel ist der QuantaGrid-D52L-1U von Quanta QCT, der etwas billiger ist als der D52B-1U, weil er einfacher ausgestattet ist. (ciw@ct.de)

1000 Ampere für Prozessoren

Der Infineon-Controller XDPE132G5C regelt die Spannung starker Rechenbeschleuniger. Bild: Infineon

Infineon kündigt den Controllerchip XDPE132G5C sowie Leistungshalbleiter für Spannungswandlerschaltungen an, die künftige Rechenbeschleuniger mit bis zu 1000 Ampere speisen können. Manche aktuellen Prozessoren arbeiten mit Spannungen unter 1 Volt, brauchen aber viel Leistung. Bei einem 400-Watt-Prozessor, der kurzzeitig beispielsweise 440 Watt zieht, treten bei 0,9 Volt Stromspitzen von fast 500 A auf. Das Open Compute Project diskutiert bereits Spezifikationen für 700-Watt-Beschleuniger (ciw@ct.de)

Cluster für zuverlässige Windows-Server

Thomas Krenns S2D Micro-Cluster stellt Windows Server 2019 hochverfügbar bereit. Bild: Thomas Krenn

Windows Server beziehungsweise Hyper-V und Storage Spaces Direct ermöglichen es, mehrere Server zu einem hochverfügbaren Fail-Over-Cluster mit repliziertem Speicher zu verknüpfen. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit für Ausfälle wichtiger, zentraler Dienste wie Exchange-Server, Active Directory oder SQL-Datenbank.

Thomas Krenn verkauft das weitgehend einsatzfertige Hardware-Set S2D Micro-Cluster für einen Fail-over-Cluster inklusive aller nötigen Lizenzen von Windows Server 2019 Datacenter ab 19.800 Euro. Es besteht aus zwei kompakten Servern mit zwei achtkernigen Xeon-D-2100-Prozessoren, je 64 GByte ECC-RAM sowie Festplatten und SSDs mit insgesamt 6 TByte Bruttokapazität. Zum Lieferumfang gehören außerdem ein 10-GBase-T-Switch sowie eine Erweiterung der neuen Web-Oberfläche Windows Admin Center zur Verwaltung. Gegen Aufpreis sind 16-Kern-Prozessoren, 128 GByte RAM und bis zu 24 TByte Speicherplatz erhältlich. (ciw@ct.de)

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