c't 10/2020
S. 94
Test & Beratung
Mini-PCs mit AMD-CPUs

Verdammt verknappt

Vier Mini-PCs mit AMD-Ryzen-Prozessor

Vom 180-Euro-Barebone bis zum luxuriösen Komplett-PC: Immer mehr Mini-PCs nutzen AMDs Ryzen-CPUs. Sie sind sparsamer als ihre großen Geschwister und mit Passivkühlung auch unter Volllast unhörbar leise.

Von Carsten Spille

Kompakte, leistungsstarke Rechner erfreuen sich gerade in Hom­eoffice-Zeiten großer Beliebtheit. Verständlich, wollen doch die meisten im heimischen Wohnzimmer oder im modern-aufgeräumten Arbeitsbereich keine große schwarze oder graue Kiste unter dem Tisch stehen haben, deren Aufgaben auch ein deutlich kompakteres Gerät erfüllt. Wer die Mitnahmefähigkeit eines Mobilrechners nicht braucht, spart sich den Aufpreis und die ergonomischen Kompromisse eines Notebooks und greift zu einem Kompakt-PC. Auch bei denen setzen die Hersteller aus Stromspargründen häufig Mobiltechnik ein – das macht sich schon im sparsamen Betrieb bezahlt. Der Verzicht auf fest verbundenes Display, Tastatur und Akku eröffnet nicht nur eine größere Individualisierbarkeit, sondern auch spannende Optionen von besonders kompakten Gehäuseformen mit knapp über 1 Liter Volumen bis hin zu lüfterloser, also komplett lautloser Kühlung.

Wir haben uns vier solcher Mini-PCs von Asus, Cirrus7, Elitegroup und Zotac mit AMD-Ryzen-Prozessoren ins Test­labor geholt. Darunter waren sowohl Komplettsysteme, mit denen man sofort loslegen kann, als auch sogenannte Bare­bones. Das sind PC-Grundgerüste, bei denen man Arbeitsspeichermodule, eine SSD oder Festplatte als Massenspeicher und in manchen Fällen den Prozessor dazukaufen sowie ein Betriebssystem installieren muss – das gelingt üblicherweise auch mit begrenztem bastlerischen Geschick. Naturgemäß sind Barebones also günstiger als Komplett-PCs.

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