c't 12/2020
S. 132
Praxis
Video-Konferenzen mit Jitsi
Bild: Albert Hulm

Videokonferenz nach Maß

Jitsi Meet personalisieren

Der Open-Source-Videokonferenzserver Jitsi Meet ist schnell gestartet, in den Grundeinstellungen jedoch nicht für jeden Zweck geeignet. Mit einem kleinen Update passen Sie die Software an, machen sie ­datenschutzfreundlicher und akti­vieren die Benutzeranmeldung.

Von Jan Mahn

Jitsi Meet erfreut sich seit einigen Monaten großer Beliebtheit. Mit überschaubarem Aufwand bekommt man einen Konferenzserver, der bei einigen Funktionen sogar Microsoft Teams schlägt – so kann man im Browser mehr als vier Videobilder gleichzeitig sehen. In Ausgabe 9/2020 haben wir Jitsi Meet im Rahmen unserer Container-Zusammenstellung Team-Container für das Homeoffice ­vorgestellt [1] und seitdem zahlreiche ­Fragen zur Konfiguration bekommen. Die Anleitungen in diesem Artikel beziehen sich auf unser Projekt Team-Container, das Sie unter github.com/ct-Open-Source/team-container finden. Wenn Sie Jitsi per Hand ohne Container installiert haben, können Sie die Hinweise nutzen, um selbst in den Konfigurationsdateien Änderungen vorzunehmen.

In den Grundeinstellungen ist Jitsi sehr empfänglich für neue Kontakte: Jeder, der die Adresse kennt, darf einen Raum erstellen und diesem einen Namen geben und ihn mit einem Kennwort sichern. Das ist praktisch, um eine öffentliche Instanz zu betreiben – wie es viele Vereine und ­Organisationen bereits getan haben. Für Firmen und Privatpersonen ist diese Einstellung natürlich nicht optimal, schließlich können dadurch Fremde die Ressourcen für eigene Konferenzen ausnutzen.

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