c't 14/2020
S. 100
Test & Beratung
Powerbanks mit USB-C und -PD

Mobile Kraftwerke

Powerbanks mit Power Delivery für Notebooks

Powerbanks, die außer Smartphones und Tablets auch Notebooks laden, müssen besondere Anforderungen erfüllen. Sie brauchen höhere Ladespannungen, auch wenn man sie über eine USB-C-Schnittstelle mit dem Schnellladeverfahren Power Delivery betanken kann. Solche notebooktauglichen Powerbanks sind rar und nicht jede lädt jedes Notebook.

Von Rudolf Opitz

Wenn der Akku des Smartphones unterwegs zur Neige geht und keine Steckdose in Reichweite ist, helfen die praktischen Powerbanks: Je nach Akkukapazität liefern sie genug Energie, um wenigstens das Telefonat zu beenden oder sogar das Mobilgerät komplett aufzuladen. Für Notebooks taugen die meisten Powerbanks aber nicht. Das liegt nicht unbedingt an der Kapazität – viele größere Powerbanks, die genug Saft für mehrere Smartphoneladungen bereitstellen, könnten auch einen größeren Notebook-Akku füllen. Doch selbst moderne Notebooks, die sich über den USB-C-Port laden lassen, brauchen dazu eine Spannung von etwa 20 Volt sowie die Schnellladetechnik Power Delivery (USB-PD).

Zwar gibt es im Handel schon etliche PD-fähige Powerbanks, doch stellen nur wenige davon tatsächlich auch 20 Volt Ladespannung bereit. Wir haben fünf Modelle auf den Prüfstand geholt, die sich auch für Notebooks eignen: Anker PowerCore+ PD 45W, Aukey 26500 mAh USB-C Power Bank with Power Delivery, RavPower PD Pioneer 20000 mAh 60W und XLPower XT-20TC. Diese Testkandidaten haben je einen USB-C-Port, der eine Ladespannung von 20 Volt ausgibt, wenn das angeschlossene Gerät dieses PD-Profil anfordert. Die Powerbank ­Maxoak K2 nimmt eine Sonderstellung ein: Sie hat weder USB-C noch Power ­Delivery, dafür zwei Ausgänge für 12 und 20 Volt und ein Set von Adaptern, mit denen man auch ältere Notebooks laden kann, die keine PD-fähige USB-C-Schnittstelle besitzen.

Abgesehen von der Maxoak-Powerbank haben alle Testgeräte eine USB-C-Buchse, die sowohl zum Laden des Notebooks als auch zum Wiederaufladen der Powerbank verwendet wird. Zusätzlich bieten alle mindestens eine USB-A-Buchse, über die man gleichzeitig ein Smartphone oder ein anderes USB-Gerät laden kann.

Unsere Powerbanks im Test stammen durchweg aus der preislichen Oberklasse: Die günstigste ist die Powerbank von RavPower mit 60 Euro, das Modell von Anker kostet 100 Euro, dafür bekommt man aber auch ein USB-C-Steckernetzteil mit 60 Watt dazu. Am teuersten ist die Maxoak für 140 Euro, die mit 50 Ah aber auch die größten Leistungsreserven bereitstellt. Sie ist mit über 1,2 kg auch die schwerste.

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