c't 14/2020
S. 75
Test & Beratung
Smartes Fahrradschloss

Smartes Fahrradschloss

Das ILockIt GPS ermöglicht das Abschließen des Fahrrads per Handy und macht es Dieben mit einem unsichtbaren Extra zusätzlich schwer.

Das Felgenschloss ILockIt wird unterhalb des Sattels an die Hinterradstreben des Fahrradrahmens geschraubt. Die meisten Räder haben dafür genormte Aufnahmebolzen mit Gewindebohrung, für die übrigen Räder liegen verstellbare Universalschellen bei. Aufgrund der beweglichen Teile ist das Gehäuse des ILockIt nicht wasserdicht. Der Hersteller hat aber die innere Elektronik abgedichtet. Bei unseren Tests machten Regenschauer dem Schloss nichts aus, einen Hockdruckstrahler sollte man beim Putzen aber nicht direkt draufhalten.

Vor der Montage lädt man den integrierten Akku (1000 mAh) mit dem mitgelieferten USB-Kabel auf, das magnetisch am Ladeplättchen einschnappt. Eine Ladung soll laut Hersteller für eine Saison reichen. Nach zwei Wochen zeigte die App im Akkusymbol immer noch vier von vier Balken an. Zur Einrichtung wird das Schloss einmalig mit der für Android und iOS erhältlichen App gekoppelt. Fortan lässt es sich in der App per Fingertipp auf- und zuschließen. Auf Wunsch passiert das auch automatisch, wenn sich Smartphone und Schloss auf eine einstellbare Distanz nähern oder entfernen. Hatten sich beide für längere Zeit aus den Augen verloren oder wurde das Handy neu gestartet, klappte das gegenseitige Erkennen nicht immer auf Anhieb, sodass wir die App starten mussten – was wir aber trotzdem komfortabler fanden, als am staubigen Hinterrad ein herkömmliches Schloss mit einem Schlüssel zu öffnen. Falls das Handy nicht zur Hand ist, lässt sich das Schloss über einen selbst gewählten Code öffnen, den man am Taster des Schlosses im Morse-Stil eingibt.

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