c't 17/2020
S. 166
Praxis
Online-Konferenzen
Bild: Thorsten Hübner

Fernversammlung

Mitgliederversammlungen virtuell mit OpenSlides durchführen

Die Mitgliederversammlung des Sportvereins könnte in diesem Jahr etwas anders ausfallen: Statt im Vereinsheim trifft man sich per Video­konferenz. Damit alle Teilnehmer Anträge, Wahlen und die Tages­ordnung im Blick haben, hilft die Versammlungssoftware OpenSlides.

Von Jan Mahn

Mitgliederversammlungen von Vereinen und Verbänden, aber auch Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften und Parteitage bestehen aus den immer gleichen Bausteinen: Es gibt Tages­ordnungen, Berichte, Anträge und Wahlen. Damit alle Teilnehmer bei solchen Veranstaltungen den Überblick behalten, dem Ablauf folgen und ihn selbst mitgestalten können, hat ein Team deutscher Entwickler 2011 das Open-Source-Projekt OpenSlides ins Leben gerufen. Die Webanwendung war zunächst für klassische Versammlungen vor Ort gedacht – so kann man etwa mehrere Beamer mit Tagesordnung und Rednerliste über den Browser fernsteuern. Zum Einsatz kam die Software seitdem schon in großen Hallen bei Zusammenkünften von Unternehmen, Parteien und Gewerkschaften – die Liste der Referenzen wird immer länger.

In diesem Jahr kommt ein weiterer Einsatzbereich hinzu: Wer eine Versammlung über ein Videokonferenzsystem seiner Wahl durchführen muss, kann den Teilnehmern mit OpenSlides vor, während und nach der Versammlung die benötigten Unterlagen bereitstellen. Anträge müssen nicht mehr per Rundmail eingereicht werden, sondern haben einen Platz in der Oberfläche. OpenSlides ist kein weiteres Videokonferenztool, sondern eine eigenständige Anwendung, lässt sich aber gut in eine Versammlung per Videokonferenz integrieren, indem ein Teilnehmer einen Bildschirm mit der Projektor-Ansicht freigibt.

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