c't 17/2020
S. 22
Titel
Raspberry Pi: USB-Boot

MicroSD adé

Raspberry Pi 4 von USB-SSD booten

MicroSD-Karten mit viel Speicherplatz sind teuer, leben oft nicht lange und auch der Kartenleser des Raspi ist nicht der schnellste. Wenn Sie für eine Datenhalde ohnehin eine externe SSD oder USB-Festplatte anschließen, können Sie dort auch gleich Pi OS installieren und damit ganz auf eine SD-Karte verzichten.

Von Mirko Dölle

MicroSD-Karten sind vergänglich. Das schmerzt besonders, wenn eine große Karte eines Ras­pi-NAS aufgrund der hohen Belastung ihren Geist aufgibt. Fragt man die Hersteller, so empfehlen sie ihre besonders robusten High-Endurance-Karten für den Raspi [1] – selbstverständlich für einen ordentlichen Aufpreis und mit dem Nachteil ziemlich niedriger Datentransferraten von mitunter nicht einmal 20 MByte/s.

Zwar fehlt dem Raspi 4 ein SATA-­Anschluss, eine externe SSD oder Festplatte am USB-3.0-Anschluss verwandelt ihn dennoch in eine ziemlich performante Datenhalde [2]. Es sind so Datenraten von über 300 MByte/s möglich – kein Vergleich zum internen Kartenleser, der bestenfalls 50 MByte/s schafft. Indem Sie den Raspi 4 mit einer neuen Firmware versehen, können Sie im Betrieb ganz auf die anfällige MicroSD-Karte verzichten und Pi OS direkt vom externen Laufwerk aus starten.

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