c't 2/2020
S. 26
Titel
Kinderschutz: Pädagogische Konzepte und Hilfen
Aufmacherbild

Verstehen statt verbieten

Medienkompetenz für Eltern und Kinder

Sich beim Thema Kinderschutz allein auf technische Mittel zu verlassen, ist keine gute Idee. Um ihre Kinder möglichst gut zu schützen, müssen Eltern ihnen das Rüstzeug mitgeben, um das Smartphone verantwortungsvoll zu nutzen und sicher im Internet unterwegs zu sein. Wir nennen Regeln für die ganze Familie.

Das Thema ist ein heißes Eisen. Es füllt ganze Erziehungsratgeber und sorgt für endlose Diskussion in Familien, auf Elternabenden und in Webforen. Es geht um die Frage: Wie begleiten Eltern ihre Kinder am besten auf dem Weg zu einem sicheren, aufgeklärten Umgang mit Smartphone & Co. und wie können sie sie vor Gefahren aus dem Internet schützen?

Einfach alles verbieten, was Kinder und Jugendliche eventuell verunsichern, gefährden oder verletzen könnte, ist keine Lösung – einfach gar nicht hinschauen aber auch nicht. Der beste Weg liegt irgendwo in der Mitte. Wo genau, das muss jede Familie für sich herausfinden, und zwar abhängig von Alter und Erfahrung aller Beteiligten immer wieder aufs Neue. Dieser Artikel kann daher keine narrensicheren Erziehungsrezepte liefern, die für jede Familienkonstellation gleichermaßen passen. Mit praktischen Beispielen, hilfreichen Web-Adressen und Expertenratschlägen wollen wir Eltern vielmehr ermutigen, ihren eigenen Weg zu suchen, um der ebenso schwierigen wie notwendigen Aufgabe der Medienerziehung ihrer Kinder gerecht zu werden. Die persönlichen Erfahrungsberichte zweier Kollegen auf Seite 28 und 30 zeigen: Medienerziehung in der Familie – das ist für Eltern eine ständige Herausforderung, die sich am besten durch Verständnis, offenen Umgang miteinander und klare Regeln bewältigen lässt.

Kommentieren