c't 2/2020
S. 38
aktuell
Hardware

Drei in eins: „Unhackbarer“ Windows-PC

Die südhessische Firma HTV hat den besonders sicheren Büro-PC Cyperion 1 entwickelt, der unhackbar sein soll.

Zwischen den drei Hardware-Zonen (rot, gelb, grün) des Desktop-PCs Cyperion 1 schaltet man per Hand um. Bild: HTV

Der ungewöhnliche Desktop-PC vereint drei Core-i7-PCs, die unabhängig voneinander arbeiten, sich aber mit einem Monitor sowie einer Tastatur und Maus bedienen lassen.

Der HTV Cyperion 1 teilt die Welt in drei physisch voneinander getrennte Sicherheitszonen auf: Die rote Zone hängt am Internet, die gelbe Zone am internen Firmen-LAN. Die grüne Zone hat verschlüsselten Massenspeicher und ist dazu gedacht, ohne Netzwerk zu arbeiten oder in einem besonders sicheren internen Netz, das ausschließlich mit den grünen Zonen anderer Cyperions verbunden ist.

HTV erklärt bisher nicht genau, wo der Vorteil des Cyperion 1 im Vergleich zu drei separaten Mini-PCs an einem KVM-Umschalter liegt.

Die Umschaltung zwischen den drei Zonen beziehungsweise den drei Core-i7-Rechnern erfolgt manuell über ein Bedienteil mit farbigen Tastern. Jedes der drei Rechenmodule ist mit dem noch aktuellen Quad-Core-Mobilprozessor Intel Core i7-8550U sowie 16 GByte RAM und einer 512-GByte-SSD bestückt. Per DisplayPort lässt sich ein Monitor mit Auflösungen bis 4K anschließen. Als Betriebssystem ist Windows 10 Pro vorgesehen. Der Cyperion 1 soll im zweiten Quartal 2020 zu Preisen ab 8270 Euro erhältlich sein. (ciw@ct.de)

3DMark testet VRS-Effizienz

Die kostenpflichtigen Varianten Advanced und Professional des 3D-Benchmarks 3DMark haben ein Update erhalten, das die DirectX-12-Funktion Variable Rate Shading (VRS) Tier 2 testet. VRS wurde im Frühjahr 2019 vorgestellt. Tier 2 läuft derzeit lediglich auf Nvidia-Grafikkarten der Serien GeForce RTX 2000 und GTX 1600 mit Turing-GPU. Das weniger flexible Tier 1 beherrscht auch Intels Gen11-Grafik der Ice-Lake-Mobilprozessoren.

Mit aktivem VRS rendert der Grafikchip Bereiche mit unterschiedlicher Auflösung und spart so Rechenleistung, sodass die Bildrate steigt. Spieleentwickler können mit Tier 2 beispielsweise in dunklen Schattenbereichen Pixel zu Blöcken von bis zu 4 × 4 Größe zusammenfassen, sodass statt 16 separater Berechnungen nur eine einzige Pixeloperation notwendig ist. Der aktualisierte VRS-Test von 3DMark zeigt den Performanceunterschied und einen Vergleich der Bildqualität mit und ohne Variable Rate Shading. (chh@ct.de)

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