c't 2/2020
S. 56
aktuell
Adobe-Apps

Fotodirektimport in Adobe Lightroom CC für iOS

Ein Update für Lightroom CC erlaubt unter iOS den Direktimport in die Lightroom-Bibliothek. Außerdem unterstützt es eine Reihe neuer Kameramodelle und Objektive.

Lightroom CC for iPad importiert Raw-Fotos ohne Umweg über Apple Fotos, wenn ein Kartenleser angeschlossen ist.

Lightroom-Nutzer, die ein iPhone oder iPad verwenden, können Fotos nun direkt von einem angeschlossenen Speicherkartenleser in ihre Lightroom-Bibliothek importieren, ohne den Umweg über die Fotos-App von Apple machen zu müssen.

Die Fotos lassen sich nach dem Import in voller Auflösung mit allen Werkzeugen bearbeiten, die auch die Desktop-Versionen von Lightroom und Camera Raw bieten. Alle Fotos und Bearbeitungseinstellungen synchronisiert Lightroom CC mit der Creative Cloud, sodass sie sich mit anderen Versionen von Lightroom CC und mit Lightroom Classic weiterbearbeiten lassen.

Alle Lightroom-Versionen unterstützen zusätzlich zu den bisherigen Kameras aktuelle Modelle von Canon, Leica, Sigma, Sony und Zeiss sowie das Google Pixel 4. Die Bibliothek für Objektivkorrekturen hat Adobe um Unterstützung von Canon-RF-Objektiven für die spiegellose Kamera EOS R, einige Sigma-Objektive und das Objektiv der Zeiss ZX1 erweitert.

Mit Lightroom CC für Android, ChromeOS, iOS und iPadOS lassen sich seit November mehrere Fotos gleichzeitig exportieren. Dabei kann man das Format DNG, JPEG oder TIF wählen, Dateien umbenennen, Wasserzeichen hinzufügen, die Bilder für die Ausgabe schärfen, den Farbraum ändern und kontrollieren, welche Metadaten die App exportiert. Im Web freigegebene Alben lassen sich ab sofort aus allen Versionen von Lightroom CC um Fotos ergänzen. Zur Nutzung der Cloud-Funktionen ist ein Abo der Adobe Creative Cloud nötig. Das Foto-Abo kostet 10,99 Euro im Monat. (akr@ct.de)

Photoshop for iPad

Photoshop for iPad soll demnächst mächtige Auswahlwerkzeuge bekommen.

Im November hat Adobe Photoshop 1.0 for iPad veröffentlicht. Die Variante folgt der Benutzerführung der Desktopversion. Das heißt, links befindet sich eine Leiste mit Auswahl-, Pinsel-, Retusche-, Füll- und Textwerkzeugen, rechts kann man das Bild über Ebenen und Masken segmentieren, die Deckkraft beeinflussen und Ebenen über Füllmethoden wie „Ineinanderkopieren“ und „Weiches Licht“ verrechnen. Außerdem bringt die App eine Handvoll Einstellungsebenen mit. Sie liest und schreibt Dateien im PSD-Format und tauscht sie über die Creative Cloud mit dem Desktop-Photoshop aus.

Ab sofort lassen sich die 17.000 Fonts der Creative Cloud im iPad-Photoshop nutzen. In Kürze soll automatische Motivauswahl folgen, bei der im Idealfall ein Klick genügt, um ein Foto zu maskieren. Im ersten Halbjahr 2020 will Adobe die Funktion „Kante verbessern“ ergänzen, mit der sich die Auswahl glätten und verfeinern lässt. Außerdem sind druckempfindliche Pinsel, eine drehbare Arbeitsfläche und Einstellungsebenen mit Gradationskurven geplant.

Zur Nutzung von Photoshop for iPad ist ein Foto-Abo der Creative Cloud für 10,99 Euro monatlich nötig. (akr@ct.de)

Acrobat in Box integriert

Der Filehosting-Anbieter Box erweitert seine Kooperation mit Adobe. Bereits jetzt lassen sich PDF-Dokumente aus der Desktop-App von Adobe Acrobat direkt im Cloud-Speicher eines Box-Kontos speichern und über Adobe Sign digital signieren. Künftig soll man PDF-Dokumente aus Box-Konten im Acrobat-Webviewer öffnen, bearbeiten und speichern können. PDF-, Microsoft Office-, Bild-, Text- und andere Dateien sollen sich aus Box heraus zu einem PDF kombinieren lassen. Außerdem exportiert der Box-Dienst PDF-Dokumente als bearbeitbare Dateien im Format RTF sowie in Formaten für Microsoft Word, Excel und PowerPoint.

Der Dienst soll im Laufe des Jahres 2020 erhältlich sein. In der Starter-Ausführung kostet Box 4,50 Euro pro Monat. Die Acrobat-Integration ist, eine entsprechende Adobe-Lizenz vorausgesetzt, im Tarif enthalten. (akr@ct.de)

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