c't 20/2020
S. 90
Test & Beratung
AMD-Mobilprozessor

Maximalausbau

Notebook-Prozessor AMD Ryzen 7 4800U mit 8 Kernen und 16 Threads

Die mobilen Ryzen-4000-Pro­zessoren stellen Intels Notebook-­CPUs in den Schatten, obwohl AMD bei den meisten CPU-Modellen den Chip gar nicht voll ausfährt. Nun hat sich das erste Notebook mit AMDs stärkstem 15-Watt-Chip im c’t-Labor eingefunden.

Von Florian Müssig

Bei Notebook-Prozessoren ist es seit Jahren Usus, die Anzahl der dem Betriebssystem bereitgestellten Kerne mittels Simultaneous Multithreading (SMT) zu verdoppeln: Quad-Cores können damit also etwa acht statt vier Threads gleichzeitig abarbeiten und die Rechenwerke damit besser auslasten. Mit Hyper-Threading hat sich Intel sogar einen eigenen Marketingbegriff dafür ausgedacht.

Die von AMD zu Jahresbeginn vor­gestellten potenten Ryzen-4000U-Prozessoren brachten diesbezüglich eine Zäsur: In den flachen Notebooks, die wir in vergangenen c’t-Ausgaben vorgestellt haben, stecken ausnahmslos Ryzens ohne SMT. Die 6- oder 8-Kerner können also maximal ebenso viele Threads beackern – obwohl das allen Modellen zugrunde ­liegende ­Renoir-Die grundsätzlich SMT unterstützt. AMD hat die Funktion allerdings abgeklemmt, um die Ausbeute bei den massenmarkttauglichen U-Prozessoren zu erhöhen: Nur die besten Chips haben so energieeffiziente Transistoren, um auch mit SMT im Rahmen der nominellen Leistungsaufnahme von 15 Watt Thermal ­Design Power (TDP) zu bleiben.

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