c't 3/2020
S. 70
Titel
Trends 2020: Datenschutz
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Das Jahr der Horror-Bußgelder?

Die DSGVO wird erst 2020 richtig scharfgestellt

Deutsche Datenschutzbehörden deuteten bereits Ende 2019 an, dass sie den Strafrahmen der DSGVO nun auszuschöpfen gedenken. Für schlampige Unternehmen könnte 2020 ein teures Jahr werden.

Gerade schien sich die Lage beruhigt und ein wenig eingependelt zu haben: Nach dem Start der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Mai 2018 herrschte zunächst Hysterie, dann Erleichterung vor. Verantwortliche in den Unternehmen und Behörden hatten sich mühsam durch Verarbeitungsverzeichnisse gekämpft, mit Datenschutzerklärungen gerungen und schließlich sogar teilweise das Cookie-Problem gebändigt.

Zudem mussten und müssen viele der Betroffenen den Umgang mit einer ganzen Reihe neuer Methoden lernen, mit denen sie sich bislang eher am Rand beschäftigt hatten – etwa die Folgenabschätzung, die Einschätzung des Stands der Technik oder Löschkonzepte. Gerade dieser sehr technische Bereich des Datenschutzes wurde bis dato gerne ignoriert. Aber das Nachsitzen war scheinbar von Erfolg gekrönt, hohe Strafen blieben zunächst aus.

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