c't 3/2020
S. 18
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Notebooks-Kaufberatung
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Notebook-Kaufberatung

Alles, was man 2020 für den Notebook-Kauf wissen muss

Prozessoren von zwei bis acht Kernen, Wi-Fi 6, Raytracing-fähige GPUs, Bildschirme mit besonderen Formaten, integrierten Privacy-Filtern, OLED- und Doppel-Displays – bei Notebooks hat sich viel getan. Wir klären über den Stand der Dinge auf und liefern alle Infos, um das passende Notebook zu finden.

Wer sich heutzutage für einen neuen PC entscheidet, liebäugelt häufig mit einem Notebook: Es lässt sich flexibel auf dem Sofa, im Bett, am Esstisch und auf dem Balkon benutzen. Und wenn man es nicht braucht, verstaut man es zugeklappt unauffällig in einer Schublade. Zudem ist es ein Komplettsystem, sodass man im Falle eines Defekts oder Problems genau einen zuständigen Ansprechpartner hat: den Notebook-Hersteller.

Das Angebot an Notebooks ist allerdings unüberschaubar: Schon für unter 500 Euro gibt es unzählige Geräte und bei 5000 Euro ist noch lange nicht Schluss. Diese Kaufberatung soll ein Leitfaden durch den Notebook-Dschungel sein, mit dem Sie Ihre persönlichen Bedürfnisse und Anforderungen in Hardwareausstattung „umrechnen“ können, damit Sie weder zu wenig noch zu viel Geld ausgeben.

Prozessoren

In Notebooks kommen Prozessoren sehr unterschiedlicher Leistungsstufen zum Einsatz. Am verbreitetsten sind die zwei Abwärmeklassen (TDP, Thermal Design Power) 15 Watt und 45 Watt. 15-Watt-Modelle mit einem U in der Modellnummer sind die Standard-CPUs und kommen vom mobilen 13,3-Zoll-Laptop bis zum stationären 17,3-Zöller zum Einsatz. Entscheidender als die Displaygröße ist in diesem Fall nämlich die Gehäusedicke – und für 15-Watt-CPUs reichen flache Kühler, die ohne großen Aufwand in zentimeterdünne Rümpfe passen.

Notebooks wie das Razer Blade 15 vereinen einen potenten GeForce-RTX-Grafikchip und einen leistungsstarken Core-i-Sechskerner mit einem flachen Gehäuse und ordentlicher Laufzeit – bei Preisen jenseits der 3000-Euro-Marke.

45-Watt-Prozessoren erkennt man an einem H im Typenschild. Sie erfordern ausladende Kühlsysteme und kommen deshalb erst in Geräten mit Bildschirmdiagonalen ab 15,6 Zoll zum Einsatz. Wegen ihrer höheren Leistungsfähigkeit werden sie häufig mit flotten Grafikchips (dazu gleich mehr) gepaart, die dann ebenfalls wiederum kräftige Kühlung benötigen. Das schlägt unweigerlich auf Gewicht und Gehäusedicke durch. In Extremfällen bekommen Notebook-Hersteller zwar 45-Watt-CPUs plus eine fette GPU in ein flaches Gehäuse gequetscht, doch das ist eher die Ausnahme als die Regel – und zwar eine besonders teure. Umgekehrt gibt es zwar auch teure Notebooks mit 15-Watt-Prozessoren, doch diese locken dann mit Premium-Annehmlichkeiten (auch dazu gleich mehr) statt maximaler Performance.

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