c't 4/2020
S. 74
Test & Beratung
Android-Smartphone

Megapixel im Hype

Mittelklasse-Smartphone Motorola One Hyper

Wer mit seinem Smartphone hochauflösende Fotos schießen möchte, muss nicht viel Geld ausgeben: ­­Für 300 Euro bietet das One Hyper ­Kamerasensoren mit 32 und 64 Megapixeln. Es punktet zudem mit reichlich Speicher und schnellem Laden.

Von Marcel Jossifov

Das Motorola One Hyper möchte mit seinen Kameras aus der Masse der 300-Euro-Smartphones hervorstechen. Die 32 Megapixel starke Frontkamera taugt dafür: Indem sie auf Knopfdruck herausfährt, ermöglicht sie ein Display ohne Notch oder Kameraloch. Wird sie nicht genutzt, verbirgt sie sich in einem hervorstehenden Kamerabalken an der Rückseite des Geräts, der bis an den oberen Rand heranreicht. Im Kamerabalken sind auch die rückwärtigen Kameras eingebaut – die Hauptkamera mit 64 Megapixeln und eine Weitwinkelkamera mit 8 Megapixeln.

Die Hauptkamera kann auf Wunsch je vier Pixel zu einem Pixel zusammenfassen, um die Bildqualität zu steigern. Tatsächlich gibt es sichtbare Unterschiede: Bei guten Lichtbedingungen in der Mittagssonne fallen die Fotos der Hauptkamera mit zusammengefassten Pixeln kontraststärker und schärfer aus. Die Bilder mit voller Auflösung sind dagegen weicher und rauschen weniger. Farben werden satt wiedergegeben. Bei schlechten Lichtbedingungen wie etwa einem unbeleuchteten Flur sollten Fotos eigentlich besonders von den zusammengefassten Pixeln profitieren, doch das misslingt. In beiden Aufnahmemodi werden die Fotos mit abnehmendem Licht schnell unschärfer und verrauschter. Auffällig ist, dass Fotos mit zusammengefassten Pixeln etwas rotstichig, Fotos mit voller Auflösung hingegen etwas grünstichig sind. Auch die Frontkamera kann Pixel zusammenfassen, mit ähnlichen Effekten wie bei der Hauptkamera.