c't 6/2020
S. 164
Praxis
Kiosk-PC

Hartes Fenster

Kioskmodus von Windows 10 einrichten

Will man ein Windows 10 so her­richten, dass Anwender nur eine ­ganz ­bestimmte App starten können, braucht man dafür keine Zusatzsoftware: Windows 10 hat einen Kioskmodus.

Von Jan Schüßler

In manchen Fällen ist es praktisch, einen Windows-PC so zu konfigurieren, dass beliebige Nutzer ihn zwar für einen ganz bestimmten Zweck verwenden, die Installation aber nicht kaputtspielen können. Jegliche Änderungen an den Programmen, Einstellungen oder dem Betriebssystem bleiben ihnen verwehrt. Ein praktischer Fall ist etwa ein Surf-PC in einer Bibliothek oder WG, und auch für Partys kann es praktisch sein, einen PC so einzurichten, dass er zwar für alle zu bedienen ist, man damit aber nichts anstellen kann, außer Musik abzuspielen.

Ein praktisches Hilfsmittel dafür ist in Windows 10 in den Editionen Pro, Enterprise und Education enthalten: die Einrichtung eines Kiosk-Benutzerkontos, bei Microsoft auch „zugewiesener Zugriff“ genannt. Beim Login führt es automatisch eine vom Administrator vordefinierte App aus – die allerdings eine moderne App sein muss, also eine in Windows 10 enthaltene oder aus dem Store nachinstallierte Kachel-App. Die wohl gängigste Wahl dürfte hier der Webbrowser Edge sein. Es muss sich dabei bislang um den serienmäßig in Windows 10 enthaltenen herkömmlichen Edge handeln; der neue Edge-Browser auf Chromium-Basis funktioniert derzeit nicht mit dem Kioskmodus. Bei der Installation wird der alte Edge versteckt; wenn Sie bereits den Chromium-Edge verwenden, müssen Sie ihn also entweder wieder deinstallieren oder aber den Side-by-­Side-Modus aktivieren. Damit bekommen Sie Zugriff auf beide Versionen. Wie das geht, haben wir unter ct.de/ygvy verlinkt.

Kommentieren