c't 7/2020
S. 8
Leserforum

Leserforum

Eigentlich ...

Mit der Einschätzung des c’t-Redakteurs Christian Wölbert zum Thema Klimakiller IT waren nicht alle Leser einverstanden.

Editorial: IT & Klimawandel – Genug geschämt, c’t 6/2020, S. 3

Da äußert sich Christian Wölbert zum Thema „IT und Klimawandel in der Rubrik „Auf den Punkt. Des Weiteren gibt es auf den Seiten 62 bis 74 eine ganze Artikelserie, die das gleiche Themengebiet beackert. All dem da Geäußerten kann man nur zustimmen. Eigentlich.

Andererseits ... Vergangene Woche im SWR Fernsehen: Es wird über die Saisoneröffnung des Mannheimer Freibades berichtet! Kommentar im Off: „Das Mannheimer Freibad öffnet traditionell in der letzten Februarwoche und bleibt bis zum 1. November geöffnet ... Kameraschwenk vom dampfenden Wasser­becken auf eine Temperaturanzeige: Außentemperatur 3 Grad; Wassertemperatur 28 Grad.

Claus Kristen (Mail)

Ärgerlich

Selten habe ich mich als langjähriger Abonnent mehr geärgert über ein derart schlechtes Editorial. Aus den Zeilen interpretiere ich, dass der Autor das Thema Klimakrise nicht in seiner Dringlichkeit ernstnimmt. Bitte lassen Sie doch solche heiklen Themen künftig ganz weg.

T. Jos (Mail)

Verzicht spart

Fakt: Verzicht auf Streaming spart CO2. Und das wäre ein schnell zu erreichendes Ziel. Jedermann und jedefrau kann sofort mitmachen und durch persönliche CO2-Vermeidung etwas für den Klimaschutz tun. Die Frage ist also, warum da nichts passiert. Eher im Gegenteil, ­Streaming feiert immer neue Rekorde. Bigotterie?

Dipbhn,dinwvw. (Forum)

Läuft ins Leere

Internet: Neue Angriffe auf Grundrechte, c’t 6/2020, S. 12

Sie schreiben „wenn die Betreiber Passwörter verschlüsselt speichern ...“. Dazu kann ich nur sagen, Betreiber sollten überhaupt keine Passwörter speichern, sondern nur Passwort-Hashes, und soweit ich weiß, machen das auch alle professionellen „Betreiber“ so. Damit läuft eine potenzielle Herausgabepflicht für Passwörter völlig ins Leere.

Volker Simonis (Mail)

Elefant im Raum

Was Emotet anrichtet – und welche Lehren die Opfer daraus ziehen, c’t 6/2020, S. 14

Und wieder 16 redaktionelle Seiten über die Emotet-Katastrophe, ohne den Elefanten im Raum wirklich zu benennen. Zwar gibt es einen Lichtblick auf Seite 22: „Der kürzeste Weg, sich einer Infektion zu entziehen, ist ein Wechsel auf ein anderes Betriebssystem.“ Aber gleich im nächsten Satz: „Doch das ist in einer Windows-Welt oftmals keine Option.“ Thema durch. Interessant wäre, warum wir in einer Windows-Welt leben, und wie man das ändern kann.

Auf derselben Seite wird auch gesagt: „Am besten erklären Sie LibreOffice zum Standardprogramm für Office-Dokumente und öffnen fremde Dateien nur dann mit Microsoft-Software, wenn es unbedingt sein muss und Sie sich davon überzeugt haben, dass sie harmlos sind.“ Genau das ist dem Normal-User aber unmöglich, da ja selbst aufgeblähte Anti­virus-Software prinzipbedingt immer nur hinterherlaufen kann. Und der Rest der 16 Seiten geht dann wieder munter über Strategien zur Nutzung von Microsoft-Office.

Schade, dass bei vielen kommunalen Trägern immer noch kein Umdenken einsetzt und selbst erfolgversprechende Ansätze für den Wechsel zu Open-Source-Software aus Gründen persönlichen oder politischen Vorteils zurückgedreht wurden (Beispiel München).

Dr. Martin Rogge (Mail)

UAC auf Domänen­computern

Pragmatischer Schutz vor Emotet & Co., c’t 6/2020, S. 22

Zur Sicherheit sind wir alle in der Domäne nur Benutzer, keiner ist als lokaler Administrator eingerichtet, jedes Windows hat einen eigenen lokalen Administrator (Server und Clients, Konto und Passwort). Aber was schon nervt, wenn auf einem lokalem System eine UAC-Eskalation notwendig ist, muss man auf die lokale Maschine umschalten: .\lokalerAdministrator. Jede 2-Tastenkombination bremst. Wenn Windows nicht nach einem Domänenadministrator fragen würde, sondern dieser bewusst angesteuert werden müsste, wären in der Hitze des Gefechts weniger Fehler zu erwarten.

Leopold Helm (Mail)

Ransomware-Schutz

In den Artikeln erwähnen Sie nicht den Ransomware-Schutz von Windows 10. Kann dieser von Emotet und seinen weiteren Schädlingen ausgehebelt werden?

Thomas Reichert (Mail)

Der Ransomware-Schutz kann Sie zunächst einmal davor bewahren, dass Krypto-Trojaner Ihre lokalen Dateien verschlüsseln. Aber Emotet hat es nicht nur auf den einzelnen Client, sondern vor allem auf das Große und Ganze abgesehen. Emotet versucht, die Kontrolle über das gesamte Netzwerk zu übernehmen. Ist das gelungen, kann der Schädling auch die darüber verwalteten Rechner steuern und umkonfigurieren - also auch den Ransomware-Schutz abschalten.

Deutsch in Endless OS

Viel robuster aufgebaute Linux-Distributionen, c’t 6/2020, S. 132

Ich nutzte Endless OS seit V.3.3. Eure Aussage mit der fehlenden deutschen Sprachunterstützung kann ich nicht bestätigen. Es kommt auf die Version an, die man von Endless OS installiert. Die große Version (>10 GByte) gibt es in mehreren Sprachen, aber nicht in Deutsch. Beim Installieren dieser Version kann man trotzdem im Menü deutsch auswählen. Das Lexikon und so weiter bleibt natürlich englisch, da es ja eine englische Ausgabe ist.

Wenn man die Version Basic Multi­language (2.6 Stand V3.7.7) auf Deutsch installiert, ist bis auf LibreOffice alles auf Deutsch eingestellt. Workaround: Libre­Office deinstallieren und neu installieren. Jetzt ist auch LibreOffice deutsch. Firefox kann man innerhalb des Browsers umstellen. Ich habe viele Programme nachinstalliert, die alle auf Deutsch eingestellt sind.

Thereus (Forum)

Schild steht falsch

Schlagseite, c’t 6/2020, S. 11

Irgendwie steht das Warnschild da ja falsch in dem Cartoon von Ritsch und Renn. Ich denke, auch im Himmel sollte ein Warnschild vor der Baustelle und nicht hinter ihr stehen. Das wäre nicht nur für die „Generation Kopf nach unten gut.

Aufmerksame c’t-Leser haben ­natürlich bemerkt, dass der himmlische Bautrupp das Warnschild falsch aufgestellt hat. Wahrscheinlich, damit der Smombie nicht ­drüber stolpert.
Bild: Ritsch und Renn

Michael Holst (Mail)

Visuelle Fontsuche

Schriftenordner, Programme zur Fontverwaltung für Windows und macOS, c’t 5/2020, S. 126

Vielleicht können Sie mir einen Tipp für das folgende Problemchen geben. Ab und zu restauriere ich alte Zeitschriften und alte Bücher. Dazu muss ich manchmal stark beschädigte oder fehlende Seiten ersetzen. Ich editiere dann den Text auf dem Rechner, drucke ihn auf ein geeignetes Papier und integriere ihn in die Zeitschrift bzw. in das Buch. Es ist nur manchmal sehr zeitintensiv, die am besten passende Schrift zu finden. Bei alten Schriftstücken findet man auch nie genau die gleiche Schrift. Gibt es vielleicht ein Programm, dem man als Eingangsdaten ein paar gescannte Zeilen geben kann, das dann ähnliche Fonts vorschlägt?

Marc Noirot (Mail)

Es gibt einige Fontsuchmaschinen, beispielsweise Matcherator von Fontspring, Whatfontis.com oder „What the Font“ auf myfonts.com. Wir haben sie nicht getestet, aber vielleicht helfen sie, eine passende Schrift zu finden.

Bluetooth deaktivieren

Intelligente Zahnbürsten: Oral-B Genius X 20000N vs. Philips Sonicare DiamondClean Smart, c’t 4/2020, S. 92

Sie schreiben, dass leider die Bluetooth-Module nicht deaktiviert werden können. Bei der Oral-B sollte dies durch gleichzeitiges Drücken beider Tasten für ca. 5 Sekunden möglich sein, zumindest funktioniert dies bei ähnlichen Modellen des Herstellers. Ein Vorteil ist auch die längere Betriebsdauer mit einer Akku­ladung bei erfolgter Deaktivierung.

Sven Diefenbacher (Mail)

Ergänzungen und Berichtigungen

Landkreis, nicht Stadt

Telefon der Stadtwerke Norderstedt ungelöscht verkauft, c’t 6/2020, S. 36

Die im Artikel erwähnte ungelöschte SSD stammte vom Landkreis Coburg und nicht von der Stadt Coburg.

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