c't 14/2021
S. 144
Praxis
Raspi-Backup: Syncthing konfigurieren
Bild: Albert Hulm

Synchrone Kopien

Raspi als zentraler Backupserver mit Syncthing

Einmal eingerichtet, läuft ­Syncthing unauffällig im Hintergrund. Doch das allein ergibt noch keine Datensicherung – in diesem Artikel lesen Sie, wie Sie Syncthing unter Verwendung eines Raspberry Pi als zentralen Speicher dafür einrichten. So sind Ihre Daten sogar vor Erpressungs-­Trojanern geschützt.

Von Jan Schüßler

Wir gehen in diesem Artikel davon aus, dass Sie Syncthing auf den zu sichernden Geräten sowie auf einem Raspi mit einer externen Festplatte als zentralen Backuprechner installiert haben, wie im vorigen Artikel beschrieben. Hier geht es nun um die Einrichtung des Backups am Beispiel eines Datenordners, der von einem Windows-Rechner auf den Backup­raspi synchronisiert werden soll. Das kann zum Beispiel der Ordner „Dokumente“ sein, in dem sich wichtige Dateien befinden, die sich häufig ändern. Genauso gut können Sie Ihre Fotos, Projekte und vieles mehr sichern lassen. Auch wenn Sie Daten von Linux-Rechnern, Macs oder Smartphones/Tablets sichern wollen, hilft Ihnen diese Anleitung weiter. Die zur Konfiguration genutzte Weboberfläche von Syncthing ist immer dieselbe. Ebenso können Sie auch eine andere Hardware als einen Raspi als Backupziel verwenden, zum Beispiel einen alten Linux- oder Windows-PC. Bedenken Sie aber den Stromverbrauch – 3 Watt im Leerlauf schafft kein normaler PC.

Die Bedienoberfläche eines installierten und laufenden Syncthing erreichen Sie auf Windows- und Linux-Systemen im Browser durch Aufruf von 127.0.0.1:8384. Bevor es an die Konfiguration der Daten­sicherung geht, sollten Sie aber ein paar grundlegende Einstellungen vornehmen. So ist die Syncthing-Oberfläche serien­mäßig nicht kennwortgeschützt. Das ändern Sie in den Einstellungen, die Sie über das Aktionen-Menü oben rechts öffnen, und dort auf die Registerkarte „GUI“ klicken.

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