c't 25/2021
S. 28
Titel
Energiekosten: Energiekostenverteiler selbst auslesen
Bild: Andreas Martini

Selbstableser

Heizkostenverteiler, Gas- und Wasserzähler per Funk auslesen

Die Energiepreise steigen aktuell – wie teuer der Winter genau wird, erfahren Mieter von Wohnungen mit Zentralheizung aber erst nach der nächsten Jahresrechnung. Zu besseren Prognosen kommen Sie, wenn Sie die Messwerte abfangen, die die Heizkostenverteiler regelmäßig per Funk an den Auswerter schicken. So schneiden Sie den Funkverkehr mit.

Von Jan Mahn

Die Heizkostenabrechnung, eines der letzten ungelösten Rätsel der Menschheit – so kommt es zumindest Mietern vor, die alljährlich die kleingedruckte Abrechnung in Händen halten. Dabei soll das Verfahren mehr Gerechtigkeit schaffen: Statt die gesamten Heizkosten gleich auf alle Wohnungen oder nach Quadratmetern aufzuteilen, installieren Hausverwaltungen und Vermieter an allen Heizkörpern sogenannte Heizkostenverteiler. Früher nannte man die noch Verdunster, heute arbeiten die Geräte digital: Ausgestattet mit einer Batterie und zwei Temperatursensoren messen die neuen Heizkostenverteiler die Temperatur auf ihrer Innen- und der Außenseite, also am Heizkörper und im Raum. Aus der Temperaturdifferenz ermitteln sie Verbrauchseinheiten.

Am Ende des Jahres kann der Vermieter die Gesamtkosten fürs Heizen im ganzen Haus durch die Anzahl aller von den Geräten gemessenen Einheiten teilen und erhält so einen Preis pro Einheit. Jeder Mieter zahlt dann für die Einheiten seiner Heizkörper. Eigentlich einfacher Dreisatz, aber mit Tücken – diese werden in der Norm DIN EN 834 behandelt (zu finden über ct.de/ys9f). Rechtliche Grundlage für dieses Abrechnungssystem ist die Heizkostenverordnung (HeizkostenV), ebenfalls nachzulesen über ct.de/ys9f.

Kommentare lesen (12 Beiträge)