c't 5/2021
S. 112
Test & Beratung
Raspberry Pi als Modul

Himbeerchen

Mini-Rechenmodul Raspberry Pi Compute Module 4 (CM4)

Die miniaturisierten Raspberry-­Pi-Module der Raspberry Pi Foundation sind „Embedded Systems“, die andere Hersteller in ihre Geräte einbauen können. CM4-Funktionen wie der PCIe-Steckplatz sind auch für (NAS-)Bastler spannend, haben in der Praxis aber so ihre Tücken.

Von Christof Windeck

Den Raspberry Pi gibt es nicht nur in vier Generationen sowie mit unterschiedlich viel Arbeitsspeicher, sondern auch in Miniaturausführungen: den „Compute Modules“ (CM). Sie sind für professionelle Hardware-Entwickler und Gerätehersteller gedacht, die sie als kompakte Rechenmodule in ihre eigenen Produkte einbauen, beispielsweise in Steuergeräte für Schaltschränke. Doch die Module sind nicht teuer und locken Bastler mit einigen zusätzlichen Funktionen, die normalen Raspis fehlen: Etwa die Möglichkeit, eine SATA-Adapterkarte für ein NAS anzubinden. Das und noch einiges mehr haben wir im c’t-Labor ausprobiert.

Das aktuelle Compute Module CM4 hat im Wesentlichen die Technik des Mitte 2019 eingeführten Raspberry Pi 4, also insbesondere das System-on-Chip Broadcom BCM2711 mit vier ARM-Cortex-A72-Kernen sowie 1, 2, 4 oder 8 GByte RAM. Anders als ein normaler Raspi hat ein CM aber weder Anschlussbuchsen noch Pfostenstecker, sondern man kann seine Schnittstellen nur indirekt verwenden, nämlich über eine passend ausgelegte Platine. Auf dieses Basis- oder Breakout-Board steckt man das jeweilige CM. Die Raspberry Pi Foundation sowie einige andere Firmen verkaufen universelle Basisplatinen, die die CM-Anschlüsse herausführen. Für das CM4 gibt es ein rund 38 Euro teures „Compute Module 4 IO Board“, das wir für diesen Testbericht gekauft haben. Am Beispiel von zwei verschiedenen CM4-Typen zeigen wir, wie man es in Betrieb nimmt.

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