c't 2/2022
S. 164
Praxis
Open-Source-Rezeptsammlung

Nach Art des Hauses

Rezeptdatenbank selbst hosten mit Tandoor Recipes

Man nehme: einen Server oder Raspi, Docker und die Open-Source-Software Tandoor Recipes. Etwa 30 Minuten Arbeitszeit – fertig ist eine selbstverwaltete Online-Rezeptdatenbank, die Wochenpläne erzeugt, Einkaufslisten generiert und die Rezepte mit Freunden und Familie teilt.

Von Jan Mahn

Das Familienrezept für den Weihnachtsbraten oder die Zusammensetzung für das ideale Käsefondue werden noch immer von Generation zu Generation auf kariertem Notizpapier weitergegeben und zu später Stunde bei Familienfeiern hastig abgeschrieben – Übertragungsfehler und unleserliche Mengenangaben inklusive? Wenn Sie keine Lust mehr auf diese Zettelwirtschaft haben, brauchen Sie dringend eine digitale Rezeptsammlung. Solche gibt es zuhauf als kommerzielle Apps und Online-Dienste. Doch es geht auch ohne Bindung an einen Anbieter und laufende Kosten für ein Abo.

Mit der Open-Source-Rezeptdatenbank Tandoor Recipes, benannt nach einem indischen Holzkohleofen, betreiben Familien-Admins ihr eigenes Rezeptarchiv ohne Abofalle und Werbung selbst, teilen es mit Freunden und der Familie und haben nebenbei ein schönes Projekt für die kalte Jahreszeit. Auch wenn Sie zu den Millionen Essern gehören, die sich für das neue Jahr vorgenommen haben, mehr auf ausgewogene und gesunde Ernährung zu achten, kann Tandoor helfen: Sind die Rezepte erst digitalisiert, erstellen Sie im Handumdrehen Wochenpläne, exportieren diese in Ihren Terminkalender und generieren bequem Einkaufslisten, hochgerechnet auf die benötigten Portionen. Wer gut plant, greift seltener zur Tiefkühlpizza.

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