c't 2/2022
S. 148
Praxis
Hacking lernen
Bild: Andreas Martini

Hacken ohne Konsequenzen

Hacking lernen in virtueller Trainingsumgebung

Wer sich vor Hackern schützen will, muss verstehen, wie diese arbeiten. Wir beschreiben den Aufbau einer virtuellen Testumgebung, in der Sie gefahrlos in die Rolle eines Angreifers schlüpfen und die Tricks der Hacker lernen.

Von Wilhelm Drehling

Hacking ist keine schwarze Magie, sondern eine Fähigkeit, die man sich mit etwas Erfahrung und viel Übung aneignen kann. Und es gibt viele gute Gründe, das zu tun: Wer versteht, wie ein Hackerangriff üblicherweise abläuft, kann sich davor schützen und die größten Leckagen rechtzeitig stopfen. Wer Feuer fängt und Spaß am Aufdecken von Sicherheitsproblemen hat, dem eröffnen sich berufliche Perspektiven, etwa als gut bezahlter Penetration Tester. Mit einer virtuellen Trainingsumgebung können Sie die Angriffstechniken der Hacker in Ihrem eigenen Tempo erlernen und müssen keine juristischen Konsequenzen fürchten [1], da Sie Ihre Fingerübungen am virtuellen Objekt statt an fremden Rechnern machen. Als Übungsziel dienen virtuelle Maschinen, die eigens für angehende Hacker angeboten werden. Die nötigen Hacking-Tools stellt Ihnen die Linux-Distribution Kali Linux [2] bereit. In einem Artikel dazu stellten wir diese sowie ein paar Hacking-Werkzeuge und Szenarien dafür bereits vor [3]. Der folgende Artikel beleuchtet weitere Möglichkeiten.

Spielfeld aufklappen

Die Trainingsumgebung bauen Sie in der Virtualisierungssoftware VirtualBox auf. Die Open-Source-Software läuft unter Linux, Windows und macOS; besondere Anforderungen muss Ihr Rechner nicht erfüllen. Ein großer Arbeitsspeicher (mindestens 8 GByte) und eine SSD sind von Vorteil, aber nicht unbedingt notwendig.

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