c't 7/2022
S. 66
Titel
IPv6: Große Netzwerke
Bild: Thorsten Hübner

Zu neuen Ufern

Netzwerk-Management: Wie das IPv6-Protokoll Firmen-Admins hilft

Das moderne Internetprotokoll IPv6 gilt als so komplex und umständlich, dass manche Administratoren beharrlich beim vertrauten, aber veralteten IPv4 bleiben. Zehn Praxisbeispiele belegen, warum viele Netzwerkanwendungen besser und kostengünstiger auf IPv6 laufen und wie Admins davon profitieren.

Von Johannes Weber

Profi-Admins und viele Netzwerk-Interessierte wissen längst, weshalb IPv4 unzulänglich ist: Dessen Adressraum ist gemessen am weltweiten Bedarf viel zu klein und Netzwerke auf IPv4-Basis laufen nur mit der Krücke Network Address Translation (NAT) weiter – diese bildet teils riesige Netze mit privaten IPv4-Adressen auf wenige oder gar nur eine öffentliche IPv4-Adresse ab. Die vielfältigen Schwächen haben wir im Kasten „Die Nachteile der NAT“ zusammengefasst. Weiter unten finden Sie mehr Beispiele für Netzwerkprobleme, die allein der IPv4-NAT geschuldet sind.

Aber jeder Admin weiß auch: IPv6 gewinnt zwar weltweit an Zulauf (siehe S. 56), doch kaum eine Firma wird mit IPv6 auch nur einen Cent mehr einnehmen; es gibt ja keine Geschäftsmodelle, die exklusiv auf IPv6 gründen. Warum also sollte man den Aufwand auf sich nehmen und etablierte IPv4-Methoden und -Werkzeuge einmotten?

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