iX 6/2018
S. 82
Review
IoT-Programmierung
Aufmacherbild

Plattformübergreifender Code-Builder PlatformIO

Diversifikation

Entwicklern im Embedded-Bereich ist eine gewisse Abneigung gegen Veränderungen zu eigen, da diese meist mit Umbauten bei der eingesetzten Toolchain einhergehen. Das Open-Source-Projekt PlatformIO möchte helfen, solche Ängste abzubauen.

Wer einen Mikrocontroller in sein System einbaut, ist im Allgemeinen an diesen gebunden – sowohl aus Hardwaresicht als auch wegen der meist hochproprietären Programmierung. Das in der Ukraine ansässige Unternehmen PlatformIO möchte den Embedded-Bereich insofern „modernisieren“, als es den Aufwand zum Wechsel zwischen verschiedenen Systemen zumindest softwareseitig verringern möchte.

In einem gewöhnlichen Embedded-Projekt steckt jede Menge Koppelung zwischen Hard- und Software (Abb. 1).
Man kann sich PlatformIO als die Mutter aller HALs vorstellen: Das Python-Paket kümmert sich sogar um das Bereitstellen der Toolchain (Abb. 2).

Dahinter steht der Gedanke, dass sich ein Wechsel der Hardware leichter realisieren lässt, wenn man die Software nicht neu schreiben muss. Das Team um den Firmengründer Ivan Kravets bekommt dabei Hilfe von Codegeneratoren und Wiring – Abbildung 1 zeigt ein gewöhnliches Embedded-Projekt, Abbildung 2 stellt dem ein auf PlatformIO basierendes gegenüber.

Für absolute Unabhängigkeit kann man den Prozessor noch auf ein „Daughterboard“ setzen – aus dem Layout der Platine (Printed Circuit Board, PCB) hält sich PlatformIO (klugerweise) heraus.

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