36C3: Von Netzpolitik und Klimawandel
Einmischen statt stillhalten
Der 36. Chaos Communication Congress war weiter denn je davon entfernt, sich allein auf die Technik zu konzentrieren und der Politik den Rest zu überlassen. Zu oft geht das daneben, wie zahlreiche Beispiele zeigen.
Vier Tage lang beleuchtete der traditionell zwischen den Jahren stattfindende Chaos Communication Congress technische, politische, gesellschaftliche und auch utopische Themen, in diesem Jahr unter dem Motto „Resource Exhaustion“. Wie schon im vergangenen Jahr wurden rund 17000 Teilnehmer in den bunt gestalteten Räumlichkeiten auf der Messe Leipzig erwartet, darunter mehr als 2000 freiwillige Helfer.
Dem Motto angemessen ging es beim 36. Kongress des Chaos Computer Clubs (36C3) nicht mehr nur um die reine Technik und erweiterte netzpolitische Themen, vielmehr stand auch die Klimapolitik auf dem Themenplan. Des Weiteren wurde viel über Rechtsradikale und den Umgang der Gesellschaft mit ihnen diskutiert. Insgesamt ist der Kongress deutlich politischer geworden, da die Digitalisierung in immer mehr Gebiete unserer Gesellschaft Einzug hält und die netzpolitischen Entscheidungen und daraus entstehenden Gesetze stärker in unsere Freiheitsrechte eingreifen – wenn nicht die Mitglieder des CCC mit ihrer Sachkenntnis und andere Teile der Zivilgesellschaft gegensteuern. Die Community lebt die aus einem frühen Science-Fiction-Film stammende Devise „Be excellent to each other“ auf allen Ebenen, nicht nur auf der technischen.