iX 8/2021
S. 44
Titel
Softwareentwicklung

KI-gestütztes Entwickeln mit IntelliJ IDEA, Visual Studio IntelliCode und Tabnine

KInematik

Bernhard Steppan

KI-Systeme zur Textkomplettierung sind alltäglich. Ob sie auch als Programmierhilfe überzeugen, testen wir am Beispiel zweier IDEs und der KI-Erweiterung Tabnine.

JetBrains IntelliJ IDEA und Microsofts Visual Studio Code bieten von Haus aus gute Programmierhilfen. IntelliJ IDEA enthält bereits eine durch maschinelles Lernen gestützte Codevervollständigung, während Visual Studio Code sich mit dem KI-Tool IntelliCode wappnet. Darüber hinaus gibt es für beide einige externe KI-Erweiterungen wie Kite und Tabnine, die versprechen, die Produktivität von Entwicklerinnen und Entwicklern nochmals zu steigern.

Die genannten KI-Erweiterungen funktionieren wie die Textvorschläge, die man auf einem Smartphone während der Texteingabe im Editor bekommt. Man tippt einen Text ein und der Editor bietet mehrere Vorschläge an, mit denen man den Text fortsetzen könnte. In der Programmierung ist das als Autocomplete bekannt. Die normale Codevervollständigung listet jedoch nur die nächste sinnvolle Ergänzung auf, wie sie sich zum Beispiel über eine Codeinspektion ermitteln lässt. KI-Erweiterungen können das übertreffen, wenn sie mit passenden Programmbeispielen angelernt wurden. Dann sind sie in der Lage, komplette Textblöcke ohne Nacharbeit zu ergänzen, was die Programmiergeschwindigkeit erheblich steigert.

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