Mac & i 1/2017
S. 132
Report
Apple TV
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Wie gut ist das Apple TV wirklich?

Anderthalb Jahre am Markt und 8000 Apps erhältlich – Zeit für eine Bilanz

Nach dem etwas zögerlichen Start im November 2015 passiert inzwischen wieder mehr auf dem Apple TV. Software-Updates haben Fehler ausgebügelt und den Funktionsumfang erweitert, einige gelungene Apps sind dazugekommen. Kann die Wohnzimmer-Box tatsächlich das Fernsehen revolutionieren – wie von Apple versprochen? Und taugt sie, was viele sich erhofft haben, als Ersatz für eine Spielkonsole?

Mit neuen tvOS-Versionen hat Apple zwar den Komfort verbessert und Dinge nachgereicht, die wir zur Markteinführung vermisst haben (siehe Mac & i, Heft 6/2016, S. 34). Anwender können mittlerweile Ordner erstellen und Apps darin einsortieren. Als Alternative zur ursprünglichen hellen Anmutung lässt sich das Apple TV nun in einen dunklen Modus schalten, was besonders beim Filmabend mit gedimmter Beleuchtung weniger blendet. Die kostenlose iOS-App Apple TV Remote (alle Links siehe Webcode) meldet sich bei einer Texteingabe auf dem Apple TV selbsttätig und dient sich mit einer deutlich komfortableren Bildschirmtastatur an. Seit Kurzem dürfen Apps mehr Speicher belegen. Einige große Kritikpunkte bleiben aber.

Die Sprachassistentin Siri kann auf dem Apple TV weit weniger als auf dem iPhone oder iPad. Sie beherrscht im Wesentlichen Steuerungsbefehle und die Suche nach bestimmten Medien, etwa „Zeige lustige Videos auf YouTube“. Sie durchforstet den iTunes-Store und Netflix, zeigt begrenzt Sportergebnisse und Wettervorhersagen an, sogar aufeinander aufbauend: Einer Frage nach dem aktuellen Wetter kann man die Nachfrage „Und morgen?“ nachschieben.

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