Mac & i 1/2017
S. 114
Report
Apple und Trump
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Trübe Aussichten

Was Apple vom neuen US-Präsidenten Donald Trump erwarten kann

Als Präsidentschaftskandidat hat Donald Trump Apple immer wieder hart attackiert. Nun sitzt der Immobilienmogul im Weißen Haus, auch weil seine Wahlkampf-Rhetorik gegen das Establishment im Silicon Valley bei bestimmten Wählerschichten gut angekommen ist. Manche Idee von Trump könnte den Erfolg von Apple nachhaltig gefährden.

Wäre es nach dem Willen der Wähler in Kalifornien gegangen, hätte Donald Trump nie und nimmer der 45. Präsident der Vereinigten Staaten werden dürfen. Im bevölkerungsreichsten Bundesstaat der USA votierten 8,8 Millionen Stimmberechtigte für Hillary Clinton – und nur 4,5 Millionen Bürger für den Immobilienmogul aus New York. Im Silicon Valley, der Heimat von Apple, fiel der Vorsprung für Clinton prozentual sogar noch höher aus. Hier hatten sich vor der Wahl fast alle maßgeblichen Meinungsmacher an die Seite der Kandidatin der Demokratischen Partei gestellt. Aus der Riege der prominenten Internet-Kapitäne hatte nur Peter Thiel, Star-Investor und Mitgründer des Bezahldienstes Paypal, den umstrittenen TV-Moderator Trump bei seinen politischen Ambitionen offen unterstützt.

Apple-Chef Tim Cook hatte hingegen ein Spenden-Dinner für Clinton veranstaltet und dicke Schecks für ihren Wahlkampf eingesammelt. Gleichzeitig hatte Apple die logistische Unterstützung des Parteitags der Republikaner, die sonst immer gewährleistet wurde, abgesagt. In der Konzernzentrale in Cupertino fragen sich inzwischen nun etliche Manager, ob Trump sich in seiner Amtszeit an Apple und anderen Silicon-Valley-Firmen rächen wird.

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