Mac & i 2/2017
S. 8
Report
App-Store-Alternative
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Miet-App-Store

Setapp: Software-Abo-Dienst zum monatlichen Festpreis

Als eine Art Netflix für Mac-Programme tritt Setapp an: Ähnlich wie gemietete Musik und Filme soll man alle im Abonnement enthaltenen macOS-Apps beliebig installieren und nutzen dürfen. Wir haben uns das Angebot näher angesehen.

Software-Abos sind ein etabliertes, wenn auch nicht bei allen Nutzern beliebtes Geschäftsmodell (vgl. Pro & Contra: Sind Software-Abos die Zukunft? bei Mac & i online via Webcode). Die Idee des Entwicklerstudios MacPaw, nützliche Programme verschiedener Hersteller in einem Abo-Angebot zusammenzufassen, ist dennoch spannend und neu: Statt nur eine einzelne App oder ein Programmpaket wie Microsoft Office bekommt der Nutzer bei Setapp gegen eine Abogebühr von 10 Dollar pro Monat (umgerechnet knapp 12 Euro inkl. Mehrwertsteuer) Zugang zu vielen unterschiedlichen Mac-Programmen.

Setapp entstand aus Frust über den Mac App Store, erklärt Julia Petryk von MacPaw gegenüber Mac & i: „Als Entwickler kennen wir all die Probleme des Mac App Store wie lange Wartezeiten bis zur Zulassung, Sandboxing und schlechte Analyse-Tools.“ (Details dazu in Mac & i Heft 4/2016, S. 38). Auch aus Nutzersicht zeige Apples Software-Laden unerfreuliche Seiten, darunter „viele Apps von geringer Qualität, Kopien und eine fehlende Möglichkeit zum kostenlosen Testlauf“. Deshalb habe man sich entschlossen, ein sowohl für Entwickler als auch Nutzer erfreulicheres „App-Erlebnis“ anzubieten.

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