Mac & i 1/2018
S. 8
Report
Umwelt- und Arbeitsbedingungen
Aufmacherbild

Der Weg zum „fairen“ iPhone

Apples Bemühungen um bessere Umwelt- und Arbeitsbedingungen

Apple steckt in einem Dilemma. Ohne Lithium-Ionen-Akkus gibt es kein iPhone, kein iPad und auch kein MacBook. Und diese Akkus kommen nicht ohne Kobalt aus, das vor allem im Kongo – zum Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen – geschürft wird. Ein Ausweg könnte der Umstieg auf vollständig recycelte Geräte sein.

Zu Lebzeiten von Steve Jobs musste sich Apple immer wieder scharfe Kritik von Umweltschützern und Menschenrechtlern gefallen lassen. Insbesondere die Arbeitsverhältnisse bei Zulieferfirmen in Asien und der hohe Verbrauch von Atom- und Kohlestrom veranlassten Gruppen wie Greenpeace, Amnesty International und andere Nichtregierungsorganisationen, bei Apple vorstellig zu werden und auf Missstände hinzuweisen.

Gut sechs Jahre nach dem Tod von Steve Jobs hat sich viel geändert: Apple hat seine eigenen Büros und die Anlagen der Zulieferfirmen in weiten Teilen auf erneuerbare Energien umgestellt. Bei seinem jüngsten Ranking verteilte Greenpeace zum wiederholten Mal gute Noten für Apple: Mit 83 Prozent genutztem Strom aus regenerativen Quellen belege Apple bereits das dritte Jahr in Folge den Spitzenplatz in der Rangliste, teilte die Umweltschutzorganisation mit.