Mac & i 5/2021
S. 132
Praxis
Automatisierung
Bild: Green Chameleon, unsplash.com; Montage: Mac & i

macOS hochlöffeln

Den Mac automatisieren und personalisieren mit Hammerspoon

Das Open-Source-Projekt Hammerspoon vereinfacht Automatisierungen und Anpassungen von macOS. Mit der Skriptsprache Lua positionieren Sie etwa Programmfenster per Tastenkürzel, reagieren auf angeschlossene Bildschirme und verpassen Ihrem Mac ein dynamisches Menü.

Von Immo Junghärtchen

Nicht jedes Detail der Oberfläche von macOS kann man mit einfachen Mitteln automatisieren und nicht jede Software für macOS ist per Tastenkombination oder Skript steuerbar. Das stört oft schon bei alltäglichen Aufgaben: Wenn Sie sich schon immer gewünscht haben, dass Ihre Anwendungsfenster auf dem MacBook nach dem Anstöpseln des heimischen Bildschirms an die richtige Stelle rutschen, ist Hammerspoon einen Blick wert. Es macht das Betriebssystem zugänglich für eigene Automatismen – deutlich flexibler und schneller als der bordeigene Automator und teilweise mächtiger als AppleScript.

Das Prinzip von Hammerspoon wird als GUI-Scripting bezeichnet, also die Automatisierung der grafischen Bedienoberfläche, vergleichbar mit AutoHotkey für Windows. Schon mit wenigen Skriptzeilen erhalten Sie Zugriff auf Schnittstellen, die tief in macOS verborgen liegen. Sie können unter anderem Programme fernsteuern, Dateien verschieben und Informationen auf dem Bildschirm einblenden. Die Makros rufen Sie zum Beispiel per Tastenkürzel oder über ein selbst gebasteltes Menü in der Menüleiste auf. Hammerspoon reagiert zudem auf Systemereignisse und erkennt angeschlossene Monitore, USB-, Audio-Geräte oder einen Wechsel des WLAN.