Make Magazin 3/2018
S. 58
Community-Projekte
Aufmacherbild

Becherbot mit Arduino

Ob Osterei oder Becher für die Gartenparty – der Becherbot verziert Gegenstände für allerlei Anlässe, ähnlich wie sein Vorbild, der Eggbot. Gebaut habe ich ihn aus Fischertechnik, mit einem Arduino als Steuerung.

Vom Eggbot der Evil Mad Scientists inspiriert habe ich den Becherbot auf Arduino-Basis konstruiert. Anders als beim Vorbild folgt der Stift nicht ganz so schön der Rundung eines Eis, dafür bemalt der Becherbot auch zylindrische Körper. So lassen sich individuelle Becher für die Geburtstagsparty genauso herstellen wie verzierte Biergläser für die nächste Fete.

Mein Ziel bei diesem Projekt war, nichts neu zu kaufen, sondern mit vorhandenen Mitteln auszukommen: Grundlage ist ein alter Flachbettscanner, der zuvor für den Styroporschneider aus Heft 4/13 verwendet wurde. Dazu kommen Fischertechnik unterschiedlichster Generationen, ein Arduino Uno, ein Adafruit Motorshield, ein Servo und ein Schrittmotor. Auch die Software ist dem Original nachempfunden.

Sie wollen wissen, wie es weitergeht?
Aufmacherbild
Bilder: Kurt Andro

Der Arduino-Überkopfwecker

Der kleine Funkwecker auf dem Nachttisch? Einfach unkomfortabel, meint Kurt Andro. Er hat sich einen individuellen Arduino-Wecker gebaut, der Uhr- und Alarmzeit getrennt anzeigt.

Der Wecker piepst, es ist noch dunkel, und statt den Snooze-Knopf zu erwischen, schmeißt man ihn auf den Boden, wo er munter weiter trötet. Bei Bastler Kurt Andro kommt dieses morgendliche Horroszenario nicht mehr vor. Er hat sich kurzerhand einen individuellen Arduino-Wecker mit Real-Time-Clock, Temperaturkontrolle und Lautsprecher gebaut und an der Wand über dem Bett verschraubt. Für mehr Komfort ist die „Benutzeroberfläche“ außerdem deutlich anders gestaltet als bei handelsüblichen Lösungen.

Statt einer Anzeige hat der Überkopf-Wecker gleich zwei besonders große Displays für Uhr- und Weckzeit, deren Bedienelemente ebenfalls doppelt vorhanden und klar gekennzeichnet sind. Durch die unterschiedliche Farbgebung sind die Ziffern, Knöpfe und Drehelemente auf den ersten Blick zu erkennen – verwirrende Tastenkombinationen muss man sich nicht merken. Da der Wecker an der Wand über dem Bett hängt, kann er selbst im Dunkeln einhändig bedient werden. Wer snoozen möchte, dreht einfach die Alarmzeit ein Stück vor.

Sie wollen wissen, wie es weitergeht?
Aufmacherbild

Mini-Mac statt Grußkarte

Glückwunschkarten waren gestern. Stattdessen verschenken wir einen winzigen Mini-Computer, der Geburtstagsgrüße als Animation auf dem Bildschirm anzeigt. Vom 3D-gedruckten Gehäuse bis zum Arduino-Sketch ist alles selbst konzipiert.

Dank Arduino und 3D-Drucker lässt sich mit geringem Aufwand ein kleiner Grüßaugust realisieren. Bauteile sind lediglich ein Mikrocontroller-Modul, ein grafikfähiges Display und die Stromversorgung (Akku, Charger und Booster) sowie Schalter und Kabel. Alle Komponenten sollten so klein wie möglich sein. Immerhin muss die gesamte Elektronik in das selbstgedruckte Gehäuse passen. Das wiederum soll für einen Computer richtig klein, fast winzig, werden. Am liebsten nicht viel größer als ein Radiergummi.

Als Grundlage für das Gehäuse dient ein freies Design, das wir auf Thingiverse, der Plattform für CAD-Dateien, gefunden haben: der Apple Macintosh 128k aus dem Jahre 1984. Zur Anpassung an unsere Bedürfnisse sind nur wenige Veränderungen nötig. Für die Befestigung des Lademoduls brauchen wir zwei Führungsbolzen. Außerdem bauen wir eine Aussparung für den USB-Anschluss zum Laden des Akkus ein. Auch für den Einbau des An-/Aus-Schalter gibt es eine kleine Kerbe. Und damit die Anzeige richtig schick wird, bekommt das Display eine schwarze Frontblende, welche die Umrandung des verwendeten OLEDs (Organic Light Emitting Diode) formschön verdeckt.