David Herzel: „Frische Augen auch nach vielen Stunden Bildschirmarbeit“

Enorme Erleichterungen im Arbeitsalltag hat David Herzel mit dem EIZO FlexScan EV3285 feststellen können. Vor allen seine Augen sind zum Feierabend hin weniger belastet. Und bei manchen Games staunt er aufgrund der 4K-Auflösung über das Panorama der Landschaften.

Von David Herzel

Wie in meinem ersten Eindruck (–> hier nachlesen) angekündigt, habe ich mich bei meinem ausführlichen Test des EIZO FlexScan EV3285 auf die Bereiche Film und Serien, Gaming (casual) und Programmieren konzentriert. Vorab kann ich sagen: Jeder Bereich macht mir nun eine ganze Ecke mehr Spaß und das nur dank des Monitors von EIZO.

Film und Serien

Unser etwas in die Tage gekommener Flatscreen von Philips lieferte für mich und meine Frau bisher ein sehr gutes und ansprechendes Bild. Als ich jedoch im Zuge eines kleinen Testlaufs die ersten 4K-Videos auf dem EIZO bei YouTube schaute, bekam ich Lust auf mehr. Bislang kam ich außerhalb von Elektronikfachmärkten noch nicht in den Genuss eines so hervorragenden Bildes. Dort ging ich normalerweise an den TVs vorbei und dachte mir: „Ne, brauchste nicht.“ Ich habe meine Meinung geändert, ein tolles Bild ist auf jeden Fall seinen Preis wert.

Nach dem kleinen Test bei YouTube ging es weiter mit Serien: „American Gods“ – mein zweiter Durchlauf, dieses Mal in UHD. Ich musste allerdings den FireTV-Stick nutzen, da nur darüber in UHD gestreamt werden kann. Als Film habe ich mir Netflix‘ „Bright“ ausgesucht. Mit der Windows 10 App von Netflix ist hier Streaming in Ultra-HD möglich.

Da ich sowohl American Gods, als auch Bright bereits auf dem erwähnten Fernseher älteren Baujahrs gesehen habe und für den Test einige Szenen im Anschluss auf diesem abgespielt habe, kann ich nur sagen: Für Filme und Serien, bei denen ich von meiner Frau wenig Begeisterung erwarten kann und mir alleine ansehe, nutze ich nunmehr den EIZO.

Casual Gaming

Da ich sehr viel Zeit vor dem Bildschirm verbringe, versuche ich die freie Zeit mit Sport und anderen Offline-Aktivitäten zu füllen – jedoch überkommt es mich hin und wieder und ich „zocke“ eine Runde. Hier sind Assassins Creed und die Total-War-Reihe seit Jahren meine Begleiter.

Optisch für mich schon immer sehr ansprechend, wirkt AC auf dem 32-Zöller einfach nur bombastisch. Ich könnte einfach nur mit der Adrasteia über das Meer segeln und mich in der Landschaft verlieren, durch die Bildschirmgröße und die 4K-UHD-Auflösung gibt es ein fantastisches Panorama, das seinesgleichen sucht.

Assassins Creed Odyssey

Es fällt mir stellenweise schwer, mich auf meine anliegende Mission zu konzentrieren, da mich die Landschaft so sehr in ihren Bann zieht. Auf meinem alten Bildschirm habe ich selten so oft innegehalten und einfach das, was mir da optisch geboten wird, genossen. Das lag nicht zuletzt auch an der kleineren Bildschirmgröße und schlechteren Auflösung. Mir macht mein gelegentliches Zocken nun wieder „gefährlich“ viel Spaß. Ich kann leider nichts zu FPS-Games sagen, da ich diese nicht spiele. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass man einen sehr leistungsstarken Rechner benötigt, um Titel wie „Squad“ oder „Battlefield“ mit hoher Auflösung und Details kompetitiv gegen andere online spielen zu können. Dies sollte man sich vor einer Anschaffung des EIZO-Monitors überlegen.

Programmieren

Als Entwickler verbringe ich jeden Tag der Woche viel Zeit vor dem Bildschirm. Gerade hierbei ist es für mich wichtig, so ergonomisch wie möglich zu arbeiten und meine Augen nicht zu überlasten. Vor dem EIZO-Testgerät hatte ich einen hochwertigen Bildschirm von Dell und war diesem Ziel schon sehr nahegekommen. Mit dem FlexScan EV3285 habe ich dieses meiner Meinung nach vollends erreicht.

Auch nach einer langen Coding-Session von acht Stunden fühle ich mich nicht abgekämpft und meine Augen sind relativ frisch. Das liegt meiner Meinung nach an der automatischen Regelung der Monitorhelligkeit in Abhängigkeit der Umgebungshelligkeit, das Fehlen von Flimmern – egal bei welcher Helligkeit – und zu guter Letzt an der gestochen scharfen Darstellung von Schrift bei einer nativen Auflösung von 3.840 x 2.160 und 140 ppi.

Aktivierung des Auto-EcoView-Modus

Da ich vorwiegend mit Visual Studio entwickle und hier das dunkle Design nutze, macht die automatische Helligkeitsanpassung zwar gefühlt nicht sehr viel aus, jedoch merkt man ganz klar, ob die hellen Buchstaben einen regelrecht anstrahlen oder angemessen beleuchtet sind.

Um beruflich am Ball zu bleiben, nehme ich mir zweimal pro Woche die Zeit und lese auf diversen Blogs und Websites Nachrichten und Artikel, die meine Profession betreffen. Da ich das Lesen gerne bündle, schalte ich für diese Zeit – egal zu welcher Tageszeit – mit wenigen Handgriffen am Frontpanel den Bildschirm in den Paper-Modus. Hier wird – in Verbindung mit der automatischen Helligkeitseinstellung – das blaue Licht massiv reduziert und sorgt für weniger belastete und trockene Augen. Zusätzlich spart man durch die automatisierte Anpassung Strom.

Aktivierung des Auto EcoView

Ein weiteres Plus ist für mich die Entspiegelung des Bildschirms. Arbeite ich von zu Hause aus, so habe ich hinter mir ein großes Fenster. Hier hat bei meinem alten Bildschirm das einfallende Licht ein Arbeiten mit geöffneten Jalousien unmöglich gemacht, selbst bei bewölktem Himmel. Aber da es für mich wichtig ist, natürliches Licht hereinzulassen, fand ich diesen Zustand jedes Mal schade. Mit dem FlexScan kann ich nun die Jalousien offen lassen, ohne Beeinträchtigungen durch den Lichteinfall im Rücken.

Anschluss

Genug von der Ergonomie. Wie schlägt sich der USB-C-Anschluss mit meinem MacBook Pro 13‘‘ (2017)? Zusammengefasst: Hervorragend. Kabel an den Monitor anschließen, mit dem MacBook verbinden und fertig. Super Bild, mein MacBook hat Strom und nur ein Kabel, dass herumliegt (siehe Foto aus meinem „ersten Eindruck“). Vorher hatte ich den Adapter USB-C Digital AV Multiport von Apple in Benutzung, jetzt krame ich diesen nur noch hervor, wenn ich in ein Meeting gehe und mich mit einem Bildschirm verbinden muss, der diese tolle Schnittstelle nicht bietet.

Von den im ersten Eindruck erwähnten seitlichen USB-Ports verwende ich denjenigen, mit dem man auch Geräte laden kann. Da ich eine kabellose Tastatur und Touchpad besitze, ist diese Möglichkeit praktisch. Ich habe die Einstellung für diesen USB-Port auf „Charging only“ gestellt, da es im normalen Modus nicht geklappt hat, die Geräte aufzuladen.

„Charging only“-Einstellung für den seitlichen USB-Port

Fazit

Insgesamt erleichtert der EIZO FlexScan EV3285 meinen Entwickleralltag durch die vielen verschiedenen technischen Raffinessen enorm. Das habe ich mir in diesem Ausmaß zwar erhofft, aber nicht für möglich gehalten. Meine Erwartungen aus dem ersten Test haben sich somit in Gänze erfüllt und ich möchte den Monitor nicht mehr missen. Sowohl Filme und Serien schauen, als auch Gaming und die Arbeit, womit ich pro Woche am meisten Zeit verbringe, haben sich für mich persönlich verbessert bzw. spürbar erleichtert. Sei es durch weniger müde Augen am Ende des Tages oder durch weniger Kabel, die über meinen Schreibtisch verlaufen. Das Design des EIZO ist elegant, die Bedienung kinderleicht (auch wenn es Profi-Einstellungsmöglichkeiten gibt) und die vielen technischen Highlights sind für mich ausschlaggebend, um den Monitor weiterzuempfehlen – auch wenn dieser nicht gerade günstig ist.