5G und KI: QCT Open Lab erleichtert den Einstieg

Zwei Kürzel werden deutsche Unternehmen in den nächsten Jahren stark beschäftigen: 5G und KI. Aber welche  Lösung eignet  sich und welchen Wert hat der Einsatz einer privaten 5G- und KI-Lösung? Antworten auf diese Fragen erhalten Unternehmen im QCT 5G x AI Open Lab – unter realen Bedingungen.

Industrie 4.0 ist in deutschen Unternehmen angekommen. Zwei Technologietrends sind dabei besonders hervorzuheben: 5G und KI. Der neue Mobilfunkstandard 5G bringt hohe Geschwindigkeiten und ultrakurze Latenzen von wenigen Millisekunden, damit eignet er sich ideal für die Vernetzung in Fabriken oder Krankenhäusern. Das eigentlich Neue bei 5G ist die Möglichkeit, Campus-Netze zu betreiben. Das bedeutet: Firmen können sich eine Scheibe aus dem Frequenzspektrum reservieren und auf ihrem Gelände ein autarkes Mobilfunknetz aufbauen. Sein volles Potenzial entfaltet 5G in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz (KI). Der weltweite Markt für Künstliche Intelligenz betrug im Jahr 2021 etwa 93,5 Milliarden US-Dollar und soll bis 2030 jährlich im Schnitt um 38,1 Prozent wachsen.

Klingt vielversprechend, es gibt aber eine Hürde. Viele Unternehmen wissen nicht so recht, wie sie in 5G und KI einsteigen sollen, welche Anwendungen sich dafür eignen oder welche Lösungen für die Integration dieser Technologien geeignet sind. Für sie gibt es das QCT 5G x AI Open Lab. Dabei handelt es sich um ein QCT-Labor, das auf Intel® Xeon® Scalable-Prozessoren mit integrierter KI und fortschrittlichen Sicherheitsfunktionen basiert und  eine konsistente und offene Architekturumgebung bietet. Hier können Kunden ihre Anwendungen in einer optimierten Umgebung testen.

Für die technische Zusammenarbeit von Forschern und Entwicklern verfügt das Labor über einen Testbereich, wo verschiedene 5G-Netze genutzt und Höchstleistungsrechner und KI-Lösungen in industriellen Szenarien getestet  werden können. Zum Labor gehört ein strahlungsgeschirmter Raum sowie ein Live-Streaming-Raum.  Diese  stehen den Nutzern für Live-Demos, Seminare und Schulungen zur Verfügung. In einem Demo-Bereich können die Nutzer ihre Anwendungen der Öffentlichkeit präsentieren. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. So können beispielweise Kunden einen Digitalen Zwilling für eine intelligente Fertigung testen.

Das erste QCT 5G x AI Open Lab hat QCT gemeinsam mit Intel im vergangenen Jahr in Taiwan eröffnet, dort wo QCT – Anbieter von Hardware für Rechenzentren und Cloud-Lösungen – seinen Hauptsitz hat. Integriert in eine von Intel® Xeon® Scalable-Prozessoren angetriebene Hardware-Infrastruktur ist die OmniPOD Enterprise 5G-Lösung von QCT. Dabei handelt es sich um eine von QCT selbst entwickelte End-to-End-Lösung, die aus OmniRAN (Remote Radio Unit, RRU; Fronthaul-Gateway, FHGW; Baseband Unit, BBU), OmniCore (Cloud-nativer 5G-Standalone-Kern) und OmniView (eine Software-Management-Plattform für Betrieb, Verwaltung und Management, OAM) besteht und mit Hardware auf Basis von Intel Xeon Scalable-Prozessoren integriert ist.

Erster Nutzer ist der Mutterkonzern Quanta Computer. Von QCT und Quanta stammt ungefähr jeder siebte Sever, der weltweit verkauft wird. Das Labor in Taiwan ist aber nur der Anfang. Ende 2022 wird QCT in Düren ein weiteres 5G + AI Labor eröffnen, das Kunden aus Deutschland und anderen Ländern der EU zur Verfügung steht.

„Deutschland ist einer der Pioniere beim Entwurf eines regulatorischen Rahmens für Campus-Netzwerke“, sagt Pablo Tomasi, Analyst und Experte für Campus-Netzwerke bei der Unternehmensberatung Omdia. Außerdem sei Deutschland die Wiege von Industrie 4.0 und damit prädestiniert, mittels 5G die digitale Transformation voranzutreiben und datengesteuerte Unternehmen zu schaffen.

Doch Tomasi sieht auch Hürden. Laut einer aktuellen Omdia-Studie besteht eine der größten Herausforderungen auf diesem Markt darin, dass Mobilfunk-Technologien in der deutschen Industrie noch nicht erprobt sind. Das verarbeitende Gewerbe beginne gerade erst, die Vorteile der mobilen Konnektivität zu verstehen. Eine weitere Herausforderung bestehe darin, dass Unternehmen bereit sein müssten, ihre Frequenzen schnell zu nutzen, sobald sie diese von der Regulierungsbehörde erhalten hätten. Weitere Herausforderungen sind laut Tomasi ein effektives Netzwerkdesign, die erhöhte Komplexität, die Integration in bestehende Systeme unterschiedlicher Anbieter sowie die Sorge vor zu hohen Kosten.

Tomasi gibt Tipps, worauf Unternehmen achten sollen, wenn sie einen Partner zum Aufbau eines Campus-Netzes suchen:

  • Unternehmen sollten sich einen Partner suchen, der Erfahrung mit Campus-5G hat und sich mit Industrie 4.0 beziehungsweise in der betreffenden Branche auskennt.
  • Der Partner muss in der Lage sein, die Campus-5G-Lösung in Übereinstimmung mit den komplexen Richtlinien und Vorschriften der Regulierungsbehörde schnell umzusetzen, sobald diese die Frequenz zugeteilt hat.
  • Es gibt kein Campus-Netz, das für alle Anwender passt. Jeder Anwender benötigt eine Lösung, die konfigurierbar ist und sich an die verschiedenen geschäftlichen und technischen Anforderungen anpassen lässt.
  • Unternehmen sollten sicherstellen, dass die Implementierung die Komplexität nicht erhöht. Sie sollten daher einen Anbieter wählen, der mit einem Ökosystem von Partnern eine End-to-End-Lösung entwickelt hat, die alle Wünsche aus einer Hand abdecken können.

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