ATX-Mainboard für einen AMD-Epyc-Serverprozessor: Asrock Rack EPYCD8-2T im Test

Das Mainboard Asrock Rack EPYCD8-2T passt in ein ATX-Gehäuse. Der AMD Epyc macht bis zu 64 CPU-Kerne, 1 TByte ECC-RAM und über 100 PCIe-Lanes nutzbar.

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  • Christof Windeck
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Viele Server-Mainboards passen nicht in gewöhnliche ATX-Gehäuse für Desktop-PCs. Das Asrock Rack EPYCD8-2T ist eines der wenigen Epyc-Boards im ATX-Format.

Für Desktop-PCs hat AMD die Prozessorfamilien Ryzen (Fassung AM4) und Ryzen Threadripper (sTRX4) im Angebot. Letzterer ist eng mit dem Epyc verwandt und ebenfalls mit bis zu 64 Kernen erhältlich. Doch der "echte" Epyc 7002 (Test) hat deutlich mehr L3-Cache sowie acht statt vier RAM-Kanäle, die sich zudem mit Registered-Speichermodulen (RDIMMs) bestücken lassen. Solche fassen bis zu 128 GByte, während es UDIMMs für Ryzen und Threadripper auf höchstens 32 GByte bringen. Für Anwendungen, die sehr viel RAM benötigen, aber nur wenige CPU-Kerne, kommt man mit einem Epyc sogar billiger weg als mit einem Ryzen Threadripper: Der aktuelle Achtkern-Epyc 7232P kostet unter 500 Euro, ein Threadripper 3000 hat mindestens 24 Kerne und kostet über 1300 Euro.

Die Threadripper takten allerdings deutlich höher als die Epycs. Das bringt in vielen typischen Workstation- und PC-Anwendungen mehr Rechenleistung. Wir haben dazu zwei 24-Kerner verglichen, nämlich den Threadripper 3960X (bis zu 4,5 GHz) mit dem bisher nur für OEM-Kunden verfügbaren Epyc 7F72 (Test) (bis zu 3,7 GHz), der 10 Prozent höher taktet als der rund 1300 Euro teure Epyc 7402P. Dank seiner acht RAM-Kanäle führt der Epyc 7F72 deutlich beim Speicherdurchsatz und er hat 192 statt 128 MByte L3-Cache. Das bringt ihm in einigen Benchmarks erhebliche Vorteile: beim AES-Verschlüsseln mit Veracrypt (52 Prozent), im Pi-Berechnungsprogramm y-Cruncher (25 Prozent) sowie beim Komprimieren mit 7-Zip (15 Prozent). Beim Dekomprimieren und in allen anderen Benchmarks liegt hingegen der Threadripper 3960X (Test) zwischen 10 und 17 Prozent vorne.

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