ATX-Netzteile mit 750 Watt im Test: Genug Reserven für dicke Grafikkarten

Oberklasse-Netzteile sind für Gaming-PCs mit besonders schnellen Prozessoren und Grafikkarten gedacht. 750 Watt reichen dabei selbst für High-End-Komponenten.

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Von
  • Rudolf Opitz
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Moderne PC-Grafikkarten mit Hochleistungs-GPUs berechnen komplexe 3D-Grafik in Kinoqualität und in Echtzeit. Dazu mussten zu Zeiten der ersten Animationsfilme noch über hundert Workstations monatelang rendern – die Stromrechnung dürfte beträchtlich gewesen sein. Heute klappt das effizienter, auch wenn sich High-End-Grafikkarten wie die Nvidia RTX 3090 unter Last 360 Watt genehmigen und bei Leistungsspitzen kurzzeitig auch mal an der 500-Watt-Marke kratzen. Dazu kommen CPU, Mainboard, Speicher und Peripherie: Oberklasse-Gaming-PCs, Grafik-Workstations und Ethereum-Miner brauchen Netzteile, die den hohen Bedarf decken und reichlich Reserven für Lastspitzen und Erweiterungen vorhalten.

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Wir haben sechs Hochleistungs-ATX-Netzteile mit satten 750 Watt im Labor einem gründlichen Test unterzogen: Asus TUF-Gaming 750B, Corsair RMx Series RM750x, Enermax MarbleBron 750W, MSI MPG A750GF, Seasonic Focus PX 750W und Thermaltake Toughpower PF1 750W. Jedes Netzteil liefert unter Volllast Leistung einer guten Pferdestärke (1 PS sind rund 735 Watt). Das reicht, um performante und leistungshungrige Vielkern-CPUs wie den Intel Core i9-10900K oder den AMD Ryzen 9 3950X und eine Spitzengrafikkarte zu versorgen.

Im Vergleich zu diesen Großverbrauchern fällt der Bedarf von Arbeitsspeicher, SSDs und Festplatten nicht weiter auf. Wer großzügig 75 bis 100 Watt veranschlagt, hat auch genug Saft für Nachrüstungen. Will man aber sein Smartphone oder sogar ein Notebook über die Power-Delivery-Funktion (PD) an einem USB-C-Port des PCs laden, kommen noch einmal 100 Watt auf die Energierechnung drauf – so viel kann USB-PD im Maximum liefern.

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