Acht kostenlose und werbefreie Synthesizer-Apps für iOS und Android im Test

Synthesizer verleihen Podcasts, Hörspielen und Musikaufnahmen erst die richtige Atmosphäre. Wir haben je vier Synth-Apps für iOS und Android untersucht.

Lesezeit: 11 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 5 Beiträge
Von
  • Martin Reche
Inhaltsverzeichnis

"Langsam schwebt das Ufo zu Boden. Der Bodennebel weicht dem massiven Stahlkörper und die Düsen verstummen." Hörspiel-Fans und Musiker dürften bei dieser Szene ganz bestimmte Sounds gehört haben: Ein Rauschen, ein Surren vielleicht ein Grollen und eine atmosphärische Melodie. Solche Sounds lassen sich über über freie Soundbibliotheken beziehen und in Hörspiele und Songs einbauen. Das ist bequem, bringt aber Nachteile mit sich: Die heruntergeladenen Klänge lassen sich nur in engen Grenzen klanglich an die persönlichen Vorlieben anpassen und, noch gravierender, es kann sein, dass andere Hörspielmacher und Bands exakt den gleichen Sound verwenden. Besser ist es also, die Sounds selbst zu basteln.

Als Klang-Experimentierkästen für Hörspielmacher, Podcaster und Musiker bieten sich dafür vor allem Synthesizer an. Sie decken, je nach Modell, von sphärischen Flächen bis hin zu sägenden, kaputten und aggressiven Lead-Sounds riesige Klangpaletten ab. Die Grundsounds lassen sich oft drastisch über Filter, Effekte et cetera manipulieren. Für die heimische Hörspielproduktion oder die Demo-Aufnahme der eigenen Band müssen es aber keine teuren, platzfressenden Synths aus dem Musikalienfachhandel sein – hier reichen oftmals virtuelle Instrumente im App-Format aus. Per Klinken- oder USB-Typ-C-Kabel mit dem Interface verbunden, fügen sie sich platzsparend und anspruchslos ins Heimstudio ein. Im App- und Play-Store tummeln sich neben kostenpflichtigen oder werbefinanzierten Apps auch einige kostenlose Apps, die sogar ohne Werbeeinblendungen auskommen. Dieser Test hat es auf genau diese seltenen Exemplare abgesehen und stellt je vier Synthesizer für iOS (respektive iPadOS) und vier für Android vor. Die Testkandidaten für iOS lauten: AudioKit Synth One, Sinewave Synthesizer, Nanologue und Primer Synth. Unter Android musizierten und experimentierten wir mit SynprezFM II, QiBrd, Common FM Synthesizer und SC OneSynth. Als Testgeräte dienten ein Samsung Galaxy Tab S4 und ein iPad Pro 10.5.

Wir haben in den acht folgenden Kurzbesprechungen geschaut, was die Testkandidaten für vorgefertigte Sounds (Presets) mitbringen, inwieweit sich diese klanglich manipulieren lassen und ob man damit brauchbare Ergebnisse für Demo-Musikaufnahmen und Hörspielproduktionen im Heimstudio erzielen kann. Dabei spielt auch die Bedienbarkeit der Apps eine zentrale Rolle – denn so vielfältig die Sound-Möglichkeiten von Synths sind, zu viele Knöpfe und Regler können vor allem Einsteiger schnell verwirren. Musiker erwarten von Synthesizern zudem oft Spezialfunktionen wie Arpeggiatoren oder Sequencer, mit denen man Melodien automatisieren kann. Auch der Frage, inwieweit sich Sounds mit Effekten feintunen lassen, sind wir nachgegangen.

Immer mehr Wissen. Das digitale Abo für IT und Technik.

  • Zugriff auf alle Inhalte von heise+
  • exklusive Tests, Ratgeber & Hintergründe: unabhängig, kritisch fundiert
  • c't, iX, Technology Review, Mac & i, Make, c't Fotografie direkt im Browser lesen
  • einmal anmelden – auf allen Geräten lesen - monatlich kündbar
  • erster Monat gratis, danach monatlich 9,95 €
  • Wöchentlicher Newsletter mit persönlichen Leseempfehlungen des Chefredakteurs
GRATIS-Monat beginnen Jetzt GRATIS-Monat beginnen Mehr Informationen zu heise+