Amazon Kindle Scribe im Test: 10-Zoll-Notizblock mit Stift – und Schreibblockade

Der Kindle Scribe ist E-Book-Reader und Notizblock in einem. Amazon öffnet sich sogar fürs EPUB-Format und selbst Word-Dokumente versteht der Scribe.

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Der E-Book-Reader Kindle Scribe ist ein Riese, zumindest wenn man ihn mit anderen Lesegeräten aus dem gleichen Stall vergleicht. Eine Bildschirmdiagonale von knapp 26 Zentimetern (10,2 Zoll) gab es bisher nur bei der Konkurrenz, etwa dem Pocketbook InkPad. Das größere Display kommt insbesondere Comics und Zeitschriften, aber auch Dokumenten zu gute, die man damit eher mal in Gänze und ohne ständiges Zoomen betrachten kann.

Beim großen Bildschirm hat es Amazon aber nicht belassen und dem Scribe eine Stifteingabe spendiert. Damit tritt man in Konkurrenz zu Spezialisten wie dem reMarkable 2 und dem Huawei MatePad Paper, deren Fokus stärker auf Produktivität als auf bloßem Konsumieren von Inhalten liegt. Ob dem Scribe als erster der Spagat zwischen klassischem E-Book-Reader und nützlichem Werkzeug zum Mitschreiben gelingt, muss er im Test beweisen.

Angesichts des großen Bildschirms erreicht der Kindle Scribe klassische Tablet-Größe: Mit Außenmaßen von 196 mm × 229 mm und einer Dicke von 5,8 mm passt er zwar immer noch gut in den Rucksack oder die Tasche, aber er ist kein Gerät mehr, was man mal eben überall dabei hat. Das Gerät ist zudem nicht wasserfest, wie die meisten anderen E-Reader. Für die Badewanne ist der Scribe also nichts.