Apple Fitness+ gegen Freeletics und Gymondo: Welcher Sportdienst besser ist

Fitnessübungen zu Hause können eine Ergänzung zu anderem Sport sein. Im Test tritt Apple Fitness+ gegen zwei beliebte deutsche Dienste an.

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Von
  • Sebastian Trepesch
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Wer hätte gedacht, dass Apple beim Ausbau seiner Dienste den Kunden ein Fitnessabo auftischt? Nach einem verwunderten ersten Eindruck, bei genauerer Betrachtung, passt das aber gut in das Portfolio des Konzerns. Schließlich setzt das Unternehmen mit der Apple Watch immer stärker auf den Bereich "Gesundheit". Ende letzten Jahres und damit ein Jahr nach dem US-Start kam Fitness+ nach Deutschland. Die Zeit hat Apple genutzt, um deutsche Untertitel für die englischsprachigen Work-outs einzubauen. Eine Synchronisierung wäre vermutlich wenig überzeugend ausgefallen. Deutschsprachige Trainings hat der Anbieter bislang nicht aufgenommen.

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Damit hat Apple keine einfache Ausgangslage, sich gegenüber der etablierten Konkurrenz hierzulande zu behaupten. Zu den meistgebuchten Anbietern in Deutschland gehören Gymondo und Freeletics. Beide verfolgen unterschiedliche Konzepte, was den Vergleich mit Apple Fitness+ besonders interessant macht. Dennoch haben alle drei ihre Alleinstellungsmerkmale – und Sie als Nutzer die Auswahl.

kurz & knapp

  • Work-outs zu Hause können eine gute sportliche Ergänzung bilden. Die Gefahr, sich zu schaden, ist gering.
  • Apple Fitness+ verlangt eine Apple Watch. Der englischsprachige Dienst macht Spaß und blendet die persönlichen Fitnessdaten auf dem TV ein.
  • Die deutsche Konkurrenz überzeugt. Gymondo liefert in Trainingsvideos gute Erläuterungen der Übungen, Freeletics schneidert die Work-outs auf den Sportler zu.
  • Alle drei Dienste funktionieren nur mit Ihrem Einsatz: Sie sollten Motivation mitbringen und Gewohnheiten etablieren.

Alle drei Fitnessdienste bieten mehrere Sportarten oder zumindest verschiedene Übungsschwerpunkte wie Krafttraining oder Beweglichkeit. Das Konzept eines einzelnen Trainings ist von Apple Fitness+ und Gymondo grundsätzlich gleich: Ein Trainer, meist begleitet von einem oder zwei Kollegen, zeigt in einem durchlaufenden Video die Übungen. Das hat den Charakter eines Gemeinschaftskurses. Gymondo verstärkt diesen Eindruck noch mit einem gut sortierten Kursprogramm und -plan. Dagegen setzt Freeletics für ein Work-out individuell für den Sportler einzelne Übungen zusammen und präsentiert sie ihm in einer Liste, begleitet von kurzen Videoclips. Die Schwierigkeit nimmt von Training zu Training zu.