Atem Mini Pro im Test: Bildmischpult, Rekorder und Streaming-Server

Der Atem Mini Pro kann Multitasking: Signalquellenwechsel, Einblendungen, Bild-im-Bild. Gleichzeitig streamt er ins Internet und zeichnet auf Festplatte auf.

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Bildmischpult, Rekorder und Streaming-Server Atem Mini Pro
Von
  • Mirko Dölle
  • Jan Mahn
Inhaltsverzeichnis

Ein Bildmischpult wie das Atem Mini Pro ist ein eleganter Weg, professionelle Live-Streams oder Videokonferenzen ohne einen zusätzlichen Video-Producer zu veranstalten. Die Haptik der Knöpfe ist der Suche nach dem Mauszeiger auf dem Bildschirm klar überlegen. So können Sie bequem und zuverlässig zwischen Desktop, Präsentation mit Bild im Bild und der Totale hin- und herwechseln, ohne dass den Zuschauern die Bedienung des Bildmischers auffallen würde. Zum Atem Mini, das wir bereits Anfang 2020 vorgestellt haben, gesellt sich nun das neue Modell Atem Mini Pro.

Die Neuerungen des Atem Mini Pro sind äußerlich unscheinbar, gerade einmal zehn Tasten sind am rechten Rand des Bedienpults hinzugekommen. Der Funktionsumfang hat sich damit allerdings ganz erheblich vergrößert, gegenüber dem Atem Mini vereint die Pro-Variante noch fünf weitere Geräte in seinem Gehäuse: Einen MultiView-Adapter, einen Timecode-Generator, einen H.264-Encoder, einen Rekorder und einen Streaming-Server. Und das, obwohl schon der Atem Mini ein Funktionswunder war mit seinem 4-Kanal-Bildmischer, seinen vier HDMI-Cross-Convertern, dem digitalen 4-Kanal-Audio-Mischpult, Videoprozessor, Mediaplayer und USB-Framegrabber.

Der Preis des Mini Pro hat sich gegenüber dem Vorgänger verdoppelt, etwa 675 Euro muss man für das neue Modell ausgeben. Das ist aber absolut gerechtfertigt, allein Streaming-Server mit ähnlichen Leistungsdaten kosten sonst 600 bis 900 Euro. Allerdings sind Lieferzeiten von vier bis acht Wochen angesichts der hohen Nachfrage während der Corona-Beschränkungen keine Seltenheit. Manche Händler versuchen, daraus Profit zu schlagen und verlangen etwa auf eBay für sofort lieferbare Atem-Mini-Geräte bis zu 600 Euro. Man muss also genau aufpassen, ob man für so viel Geld den Vorgänger Atem Mini oder den aktuellen Atem Mini Pro erwirbt – sonst ist der Ärger groß, wenn sich das vermeintliche Schnäppchen beim Auspacken als überteuertes Vorgängermodell entpuppt.

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