Beats Studio Buds im Kurztest: Kabelloser Kompromiss

Die Studio Buds der Apple-Tochter Beats bringen aktive Geräuschunterdrückung mit und kosten weniger als die AirPods Pro. Doch sie haben einen Haken.

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Beats Studio Buds
Von
  • Holger Zelder

Mit den Studio Buds hat Beats seine ersten kabellosen In-Ears mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) eingeführt – und macht damit auch den teureren AirPods Pro des Mutterkonzerns Apple Konkurrenz. Die Studio Buds sind kaum größer als die AirPods Pro, haben aber keinen Steg. Sie besitzen wechselbare Passstücke aus Silikon, mit denen sie in unterschiedlich große Ohren passen. Unsere Tester empfanden den Sitz als fest, aber bequem – beim Sport fielen sie nicht heraus.

Die In-Ears kommen, ein Novum, ohne Apple-Chips wie H1 oder W1 aus. Die Hörer koppeln sich automatisch per Bluetooth mit einem iPhone, wenn man sie aus der Ladehülle nimmt. Sie werden aber nicht mit verschiedenen Geräten synchronisiert, die mit derselben Apple-ID angemeldet sind, und unterstützen keinen schnellen Gerätewechsel: Sind sie mit dem Mac verbunden und man möchte auf dem iPhone Musik hören, muss man sie über die iOS-Einstellungen des anderen Gerätes verbinden. Die Funktion "Audio teilen" zum gemeinsamen Hören mit einer zweiten Person unterstützen sie ebenfalls nicht.

Mit der Taste am linken oder rechten Hörer steuert man das ANC und die Wiedergabe. Den Sprachassistenten aktiviert man per Knopfdruck oder indem man "Hey Siri" sagt. Einen Ohrsensor, der die Wiedergabe stoppt, wenn man einen Hörer herausnimmt, gibt es nicht.

Studio Buds (Kabellose In-Ears)
Hersteller: Beats
Maße: 15,6 × 21,6 × 19,8 mm (Hörer) / 51,5 × 73 × 25,6 mm (Hülle)
Gewicht: 5,1 g (je Hörer) / 48 g (Hülle)
Lieferumfang: USB-C-Kabel, Batteriehülle, Ohrpassstücke
Systemanforderungen: iOS ab 14, Android ab 6, macOS ab 10.14, Bluetooth
Preis (Hersteller): 150 €
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Die Studio Buds (ab 109,90 €) klingen gut. Sowohl Höhen als auch tiefe Frequenzen sind präsent, ohne übertrieben zu wirken. Bei den Mitten gibt es Luft nach oben, Stimmen wirken recht schwach. Mit den aktuellen Apple-Ohrhörern halten die Studio Buds nicht mit. 3D-Audio mit Kopfverfolgung beherrschen sie nicht. Über das Mikrofon geführte Telefonate klangen leicht blechern, aber verständlich. Gleichmäßige Geräusche wie das Rattern der Straßenbahn filterte die Geräuschunterdrückung effektiv heraus, es drang jedoch mehr Lärm durch als bei den Apple-Hörern.

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Bei der Musikwiedergabe hielten die Studio Buds 8 Stunden und 8 Minuten ohne ANC durch. Mit aktiver Geräuschunterdrückung sank die Akkuflaufzeit auf 5 Stunden und 18 Minuten. In der Batteriehülle tanken sie zweimal auf, sie lädt per USB-C statt wie die AirPods per Lightning. Die Studio Buds halten lange durch, unterdrücken Lärm und klingen nicht schlecht. Leider hat Beats zu viel Komfort eingespart. Die teureren AirPods Pro stechen die Buds klanglich aus und bieten mehr Funktionen.

(lbe)