Bitwig Studio 4 im Kurztest: Klangcollagen vereinfachen und Trap erzeugen

Die Musik-Software Bitwig Studio 4 beschleunigt nicht nur Gesangsbearbeitungen, sondern schneidet auch Jams auf die Länge einer Drum-Loop zusammen.

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Von
  • Hartmut Gieselmann
Inhaltsverzeichnis

Kennen Sie "The Black Page #1" von Frank Zappa? Es gilt als eines der schwierigsten auskomponierten Drum-Stücke, da der Altmeister etwa Triolen mit Septolen und anderen Gemeinheiten ineinander verschachtelte. Die auf die Produktion von elektronischer Musik spezialisierte Digital Audio Workstation (DAW) Bitwig Studio 4 lacht über solches Avantgarde-Gefrickel, denn sie variiert und zerschneidet mit vier neuen Operatoren beliebige MIDI-Noten ebenso wie Audio-Events.

So legen Sie für jede Note fest, mit welcher Wahrscheinlichkeit sie gespielt wird oder verknüpfen sie mit Bedingungen: Soll sie lediglich beim ersten Durchlauf einer Schleife erklingen oder nur, falls eine andere Note zuvor nicht gespielt wurde? Schließlich können Sie die Länge einer Note in bis zu 128 Teile zerschneiden, und so Quintolen mit 9tolen und 17tolen verschachteln und noch mit einem 70-prozentigen Swing versehen – was immer Ihnen auch einfällt.

Musikalisch setzt man die Operatoren etwa ein, um eine Hi-Hat-Figur für ein Trap-Stück zum genretypisch schnellen Ticken zu bringen und diese Phrasen automatisch variieren zu lassen. Zusätzlich lässt sich eine Bandbreite für die Anschlagstärke jeder Note festlegen – etwa für einen sich beschleunigenden und anschwellenden Snare-Roll.

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