Blick nach vorn: Actioncam GoPro Hero 9 Black im Kurztest

Die Actioncam zeichnet in 5K auf und ist mit einem farbigen Zweit-Display auf der Vorderseite ausgestattet. Wir haben die Kamera getestet.

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GoPro Hero 9 Black
Von
  • Holger Zelder

GoPros jüngstes Actioncam-Topmodell Hero 9 ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewachsen: Ein größerer Bildschirm auf der Rückseite wird nun ergänzt von einem zweiten Display auf der Vorderseite, das erstmals eine Live-Vorschau des Kamerabildes zeigen kann. Den quadratischen, farbigen Bildschirm kann man so auch zum Ausrichten des Bildausschnitts bei Selfies nutzen.

Die mattschwarze Kamera übersteht Tauchgänge bis 10 Metern Tiefe, zur Befestigung am Helm oder an einer Lenkerhalterung lassen sich zwei kleine Bügel aus dem Gehäuse ausklappen. Außer einem USB-C-Port und einem Micro-SD-Slot gibt es keine weiteren Anschlüsse.

Eine Akkuladung genügte mit eingeschaltetem WLAN und aktiviertem Display etwa 53 Minuten. Ohne beides sind bis zu anderthalb Stunden drin.

Die Hero 9 lässt sich über drei Tasten sowie dem rückwärtigen Touchscreen oder mit ein paar Sprachbefehlen wie "GoPro, starten!" bedienen. Komfortabler klappt die Steuerung per GoPro-App, wenn man die Kamera per WLAN mit dem Smartphone koppelt. Dann kann man beispielsweise das iPhone-Display als Sucher benutzen und über das mobile Netz live auf Facebook oder YouTube streamen. Per USB lässt sich die Hero 9 – ebenso wie der Vorgänger GoPro Hero 8 – als Webcam nutzen.

Abhängig von der Auflösung filmt die Hero 9 mit einem Aufnahmewinkel von 69 bis 119 Grad. Gegen 100 Euro Aufpreis gibt es ein Wechselobjektiv mit 155 Grad. Dadurch deckt sie ein größeres Sichtfeld ab als der Ultraweitwinkel eines iPhones. Die bei der Hero 9 neue Funktion "Horizon Leveling" begradigt das Bild automatisch, verringert jedoch den Blickwinkel.

Die Kamera nimmt in Full HD bis zu 120 Bilder pro Sekunde (fps) auf, in 4K bis zu 60 fps. Sie beherrscht auch einen 5K-Modus, in dem sie Videos mit 5120 × 2160 Pixeln und 30 fps aufnimmt. Für rasante Aufnahmen genügt die Bildrate jedoch nicht. Wer aber Videos in Full HD und 4K mit statischen Perspektiven produziert, kann in 5K filmen und den Bildausschnitt in der Nachbearbeitung ändern.

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Die Bildqualität gefiel uns, reichte aber nicht an die eines iPhone 12 heran. Videos überzeugten mit guter Schärfe und lebendigen, wenn auch etwas übertriebenen Farben, Helligkeitswechsel glich die Hero 9 rasch aus und der Bildstabilisator verhinderte Wackler effektiv. Bei den Fotos, die mit 20 MP aufgenommen werden, trat bei schlechten Lichtverhältnissen schnell Rauschen auf.

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Die GoPro Hero 9 Black bietet eine gute Bildqualität, ist aber ziemlich teuer. Wer beim Sport in 4K filmt, kann zu den rund 100 bis 200 Euro günstigeren Actioncams GoPro Hero 8 oder DJI Osmo Action Cam greifen.

(lbe)