DJI Osmo Action: Action-Kamera vom Drohnenhersteller im Kurztest

Mit der Osmo Action drängt auch der Hersteller DJI weiter in den Markt für Action-Cams. Wir haben getestet, wie sich die Kamera im GoPro-Format schlägt.

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Von
  • Holger Zelder

Die 380 Euro teure Kamera vom Drohnenhersteller DJI besitzt ein graues, wasserdichtes Gehäuse. Eine Glaslinse schützt ihr Objektiv. Praktisch: Verkratzt sie, kann man sie einfach abschrauben und auswechseln. Schmale Kühlrippen unter der Linse sollen die Wärme beim Filmen ableiten.

Neben dem Objektiv hat sie in der Front ein kleines Display eingebaut. Das lässt sich als Sucher nutzen, wenn man die Osmo Action etwa zum Vloggen nutzt und zum Zuschauer spricht oder die Kamera ausrichtet. Zum Wechsel hält man die QS-Taste auf der Gehäuseseite gedrückt. Anders als der rückwärtige Touchscreen reagiert das Frontdisplay aber nicht auf Berührungen.

Auch Fotos gelangen der Osmo Action sehr gut: Am Expo-Pavillon lassen sich Details wie die abblätternde rote Farbe erkennen. Sogar der Stacheldrahtzaun hinter dem Heidekraut trennt sich gut vom Rest.

Die Osmo Action zeichnet in 4K bei maximal 60 Bildern pro Sekunde in sehr guter Qualität auf: Videos gelangen ihr detailreich und knackscharf, Farben zeichnete sie sehr gut. Helligkeitsunterschiede bei wechselnden Lichtverhältnissen passte sie schnell an, auch rauschten ihre Aufnahmen bei schlechter Ausleuchtung weniger.

Auf Wunsch stabilisiert sie die Bilder elektronisch ("Rocksteady"). Das funktionierte im Test gut, nur die GoPro Hero 8 Black schnitt besser ab. Das Ruckeln bei einer Fahrt über Kopfsteinpflaster glich sie nahezu vollständig aus.

Die Einstellungen verändert man komfortabel über das intuitive und flinke Touchmenü. Auch unterstützt die Kamera eine Handvoll Sprachbefehle und kann etwa die Aufnahme mit "Start Recording" beginnen. Allerdings versteht sie nur Englisch und Chinesisch.

Auf dem Smartphone lässt sich die Kamera mit der App DJI Mimo steuern. Etwas schade: Filmt die Osmo mit einer höheren Auflösung als Full-HD, lassen sich die Clips nicht in der nativen Auflösung am iPad oder iPhone herunterladen, sofern das iOS-Gerät kein HEVC beherrscht. Die App rechnet die Filme für den Import auf die Full-HD-Auflösung herunter. Besser, man importiert die Videos direkt am Mac. Abzüge gab es für die Akkulaufzeit: Eine Stunde und eine Minute reichten bei der Ausdauer nur für den vorletzten Platz in unserem Action-Cam-Vergleichstest.

Vergleichstest Action- und 360-Grad-Kameras

(lbe)