DSLR Pentax K-3 Mark III in der Praxis: Kamera für Astrofotografie

Die Pentax K3 Mark III will sich auch an Astrofotografen richten. Was sie dafür zu bieten hat, zeigen wir im Vergleich zum Vorgängermodell.

Lesezeit: 16 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 9 Beiträge
Von
  • Peter Mein
Inhaltsverzeichnis

Nach langem Warten ist die Pentax K-3 Mark III endlich auf dem Markt. Herzstück ist ein neuer 26-Megapixel-Sensor mit einer Lichtempfindlichkeit von ISO 100 bis ISO 1.600.000. Zumindest auf dem Datenblatt übertrifft sie die Vorgängerinnen K-3 (von 2013) und K-3 Mark II (von 2015) damit deutlich, denn die älteren Modelle arbeiten "nur" mit einem 24-Megapixel-Sensor und decken einen ISO-Bereich von 100 bis 51.200 ab. Doch was hat der Anwender von der Erhöhung der Lichtausbeute? Und hat sich auch das Rauschverhalten der Kamera so verbessert, dass man die neue Mark III wirklich mit deutlich höheren ISO-Werten nutzen kann? Das habe ich im Vergleich zum Vorgängermodell sowie am Beispiel der Astrofotografie ausgetestet.

Diese Disziplin eignet sich dafür besonders gut, denn hier werden über Stunden sogenannte "Lightframes" (Einzelbilder eines Astro-Motivs) gesammelt und hinterher mittels "Stacking" und "Stretching" zu einem Summenbild kombiniert. Und ja, die Technik ist mittlerweile so weit, dass die meisten Astro-Amateure heute locker Bilder produzieren, für die man vor 30 Jahren noch eine mittelgroße Sternwarte benötigte. Leider stellt sich beim Processing der Bilder meist heraus, dass es je nach Kamera eine gewisse ISO-Grenze für die Lightframes gibt, bei deren Überschreitung einem die Ergebnisse unweigerlich "wegrauschen". So fotografiere ich persönlich im Bereich "Deep Sky" nur mit maximal ISO 1600 (Pentax K-3 Mark II), beziehungsweise mit ISO 800 (mit meiner astromodifizierten Pentax K-3).

Eine ähnliche Limitierung hat man, wenn man die Kamera an ein Teleskop anschließt, Videos vom Mond aufnimmt und diese dann "stackt". Die älteren K3-Modelle nehmen Bewegtbilder lediglich mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln (Full HD) auf. Die längstmögliche Verschlusszeit liegt dann bei 1/30 Sekunde (bei 30 Bildern pro Sekunde). Erschwerend kommt hinzu, dass für eine Vergrößerung (beispielsweise für Detailaufnahmen) eingesetzte Linsen (wie eine Barlowlinse) spürbar Licht schlucken. Da man die ISO-Zahl für qualitativ hochwertige Aufnahmen aber nicht beliebig erhöhen möchte, limitiert sie die maximal mögliche Vergrößerung. Auch ist jedem, der schon mal durch ein Teleskop auf den Mond geschaut hat, das "Flackern" des Bildes durch die Luftunruhe aufgefallen, weshalb hier gilt: Je kürzer die Verschlusszeit, desto besser.

Immer mehr Wissen. Das digitale Abo für IT und Technik.

  • Zugriff auf alle Inhalte von heise+
  • exklusive Tests, Ratgeber & Hintergründe: unabhängig, kritisch fundiert
  • c't, iX, MIT Technology Review, Mac & i, Make, c't Fotografie direkt im Browser lesen
  • einmal anmelden – auf allen Geräten lesen - monatlich kündbar
  • erster Monat gratis, danach monatlich 12,95 €
  • Wöchentlicher Newsletter mit persönlichen Leseempfehlungen des Chefredakteurs
GRATIS-Monat beginnen Jetzt GRATIS-Monat beginnen Mehr Informationen zu heise+