Die elektrische Rennreiselimousine: Porsche Taycan im Langstreckentest

Die Langstrecke fahren wir selten, wir diskutieren sie aber ständig. Kann man als Laie schmerzfrei um die 1000 km am Tag fahren? Startet den Porsche Taycan!

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Autofans können ganz beruhigt sein: Der Fahrspaß wird im E-Auto eher mehr als weniger. Und das gilt auch diesseits eines Porsche Taycan.

(Bild: Clemens Gleich)

Von
  • Clemens Gleich
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In Diskussionen über das ewige Thema "Langstreckenfahrten elektrisch" war mein Standpunkt bisher: Für die einmal im Jahr, bei denen ich privat um die 1000 km am Tag fahre, leihe ich mir ein Dieselauto aus. Denn man könnte elektrisch zwar so weit fahren, aber nicht in den für Berufslastkraftfahrer mit gutem Grund vorgeschriebenen 10 Stunden, und es muss genau so laufen wie nach der exakten Planung. Das macht keiner, denn das will keiner, der Autofahren als Zweck versteht statt als eine Art Mobilitäts-Schach.

Doch die Zeit verstrich. Tesla erhöhte die Ladeleistungen für ihre Autobahn-Cruiser. Porsche baute den Taycan. Und ich dachte mir: Ist das eigentlich noch so mit der Langstrecke? Oder haben wir nicht vielmehr bereits die Technik, 1000 km inklusive aller Stopps in 10 Stunden zu fahren?

Das Testobjekt: der Porsche Taycan 4S mit dem großen Akku. Dieses Auto wird entweder als "Sportwagen" verkannt oder als große Limousine. Es ist jedoch eher ein elektrisches Granturismo-Auto. Denken Sie an moderne Maseratis oder an den Panamera, der aufgrund vergleichbarer Größe Porsches Ausgangspunkt in Sachen Chassis war. Die Mehrleistung von Taycan Turbo oder Turbo S bringt dich nicht weiter, eher im Gegenteil. Die große Batterie dagegen schon, und sie ist Teil der schnellen Ladegeschwindigkeit. Die gibt es schon im 4S. Porsche temperiert sie in einem eigenen Niedertemperaturkreislauf, separat vom etwas wärmeren Kreislauf für die Motoren und die Umrichter. Ihr Akkuhub entspricht dem Üblichen. Ihre Leistungsaufnahme bei bis zu 800 Volt ist bisher einzigartig. Bis 270 kW stehen auf dem Datenblatt.

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