Dolby Vision für Gaming im Test: HDR-Format poliert Spiele auf

Für bestmögliche Bildqualität bei Filmen schätzen viele das dynamische HDR-Format Dolby Vision. Bei Videospielen soll es auch für kontrastreiche Bilder sorgen.

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, Bilder: Microsoft Games Studio

(Bild: Microsoft Games Studio)

Von
  • Nico Jurran
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Ultra-HD-TVs liegen voll im Trend. Allerdings entscheiden sich viele Käufer gar nicht nur wegen der 4K- oder 8K-Auflösung für ein solches Gerät. Sie entscheiden sich dafür, weil diese Geräte in der Regel auch einen erhöhten Kontrastumfang (High Dynamic Range) bieten, dank dem selbst in dunklen Szenen noch Details zu erkennen sind und helle Bereiche richtig strahlen. Zur Königsklasse zählen dabei TV-Modelle, die die "dynamischen" HDR-Formate Dolby Vision und HDR10+ unterstützen und damit den Kontrast an den jeweiligen Inhalt jedes einzelnen Bildes anpassen können.

Aktuell bekommt man schon viele Filme und Serien mit Dolby Vision und HDR10+, beispielsweise auf UHD-Blu-ray und bei Streamingdiensten wie Apple TV+, Disney+ oder Netflix. Künftig soll der Kreis von Inhalten aber noch einmal deutlich erweitert werden: mit Dolby Vision für Computer- und Videospiele. Dort kommt bislang bestenfalls das statische HDR-Format HDR10 zum Zuge, wo sich der gewünschte Bildeindruck nur einmal für den gesamten Inhalt festlegen lässt.

Test und Beratung: Fernseher und TV-Zuspieler

Dabei drängt sich vor allem Dolby Vision bei Spielen eigentlich auf: Zum einen, weil Grafikprozessoren in PCs und Konsolen Bilder mit Kontrastwerten jenseits der Realität erzeugen können, sodass sich nur mit einem dynamischen Format die Grenzen der Displays in jeder Szene ausreizen lassen. Zum anderen, weil bei Dolby Vision als End-to-End-System Displays zertifiziert werden und sich das Spiel bei der Wiedergabe laut Dolby anhand der Metadaten automatisch auf jedes DV-Display einstellt. Dem Nutzer blieben mühselige Korrekturen der Bildeinstellungen – im schlimmsten Fall für jedes einzelne Spiel – erspart.